Nach Bluttat: Polizei veröffentlicht erste Ergebnisse

Von: g.s./ disch
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Spurensicherung: Die Polizei nahm den Tatort in Heinsberg unter die Lupe.

Heinsberg. Am Tag nach Schlägerei, Schüssen und Stichverletzung versuchte die Polizei über die Vernehmung von Opfern, Tatverdächtigen und Zeugen sowie über die Auswertung von Spuren Licht in die dunklen Vorgänge zu bringen, die am frühen Montagabend für große Aufregung auf der Hochstraße im Herzen der Heinsberger Innenstadt gesorgt hatten.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelte es sich um einen Streit, der auf der Einkaufsstraße mitten in der Kreisstadt eskalierte.

Wie Zeugen berichteten, müssen sich am Montag gegen 18.25 Uhr dramatische Szenen abgespielt haben. Mindestens ein halbes Dutzend Mal sei vor dem Eiscafé geschossen worden, hieß es. Ein Tisch sei plötzlich durch die Luft geflogen. Eine Frau habe ihr Kind an sich gerissen.

Die Menschen strömten in Angst und Panik vom Tatort weg und flüchteten zum Teil in Geschäfte, um sich in Sicherheit zu bringen. Eine Angestellte hatte noch arglos vermutet, Luftballons könnten in der Nähe geplatzt sein, ehe das blutige Ausmaß des Geschehens deutlich wurde.

Die beiden Opfer kommen aus Wassenberg: Ein 39-jähriger Mann erlitt eine Stichverletzung; nach Zeugenaussagen soll sie ihm mit einem Schraubenzieher zugefügt worden sein. Die Stichwaffe konnte allerdings noch nicht gefunden werden. Mit dem Rettungshubschrauber war der Mann am Montagabend ins Aachener Klinikum geflogen worden.

„Glücklicherweise sind seine Verletzungen aber nicht lebensbedrohlich, und er ist bereits auf dem Weg der Besserung”, so ein Polizeisprecher am Dienstag. Durch einen Schuss aus einem Gasrevolver war ein 32-jähriger Mann leicht verletzt.

Die Tatverdächtigen, die mit einem Pkw geflüchtet waren, konnten von der Polizei im Heinsberger Stadtteil Schafhausen festgenommen werden. Das Kennzeichen war von Zeugen abgelesen worden. So war eine Halterfeststellung möglich. Die Polizei eilte zu dieser Adresse. Vor dem Haus trafen Verdächtige und Polizisten praktisch zeitgleich ein. Handschellen klickten. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 28 und 39 Jahren.

Zwischen zwei der vier beteiligten Männer - zwischen einem der mutmaßlichen Täter und einem der Opfer - schwelte nach Polizeiangaben offenbar bereits seit geraumer Zeit ein Streit, der nun zu der Gewalttat führte. Die Ermittler gingen am Dienstag aber davon aus, dass es sich wahrscheinlich nicht um ein versuchtes Tötungsdelikt, sondern vielmehr um eine gefährliche Körperverletzung gehandelt habe.
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