Musik von der Steinzeit bis zur Gegenwart

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Erkelenz. Im Hintergrund prangte eine große Uhr, die Bühne war ebenso mit vielen Uhren dekoriert. Der Städtische Musikverein Erkelenz und die Junior-Band führten die Zuschauer in der ausverkauften Stadthalle durch eine musikalische Zeitreise. Genau so hieß auch das Motto des Erkelenzer Musikvereins.

Den Auftakt machte das sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Eckhard Klotz. Die Komposition des Dirigenten Jan van Hulten „Am Anfang war der Rhythmus”, brachte die Zuschauer in die Steinzeit. Die Anfänge der Musik waren stark von Rhythmus und Schlaginstrumenten geprägt, erklärte Andreas Lua, der fortan durch das Programm führte. Locker und witzig bestand Lua auf dem Duzen des Publikums.

Dessen Sympathie gewann der Musiker von der ersten Sekunde an. Als nächstes spielte das Orchester den Welterfolg von Hans Zimmer: „Gladiator”, aus dem gleichnamigen Film. Damit ging die musikalische Reise sehr kraftvoll in die Zeit des Römischen Reiches. In der mittelalterlichen Zeit angekommen bat Andreas Lua den begeisterten Saal um Ruhe zwischen den drei kontrastreichen Sätzen von Andre Waignein. Die mittelalterlichen Klänge, mal sanft, mal rau und wieder etwas verspielt, begeisterte das Publikum, das am Ende der drei Stücke auch laut Beifall spendete.

Danach folgten die „Keltisch Dances” von Philip Sparke. Folklorische Tanzmusik verzauberte die Zuhörer. „Philip Sparke ist der vielleicht erfolgreichste Blasmusikorchesterkomponist unserer Tage”, so Andreas Lua.

Nach der Pause durften die Kleinen auf die große Bühne. Die Juniorband zeigte nun, was sie in den letzten Wochen geprobt hatten. Geleitet wurden sie von Karl-Heinz Wawrzinek. Er führte auch durch diesen Programmteil. Mit „Carmina Burana” von Carl Orff, aus dem weltbekannten Film Star Wars, traute sich die Juniorband einiges zu: „Das Ding zu spielen ist sehr schwer”, erklärte Wawrzinek. „Dafür haben die Kinder das doch ganz gut gemacht”, so der Dirigent.

Raus aus der dunklen Macht ging es mit dem Stück „Clocks” von der Popgruppe Coldplay weiter. Als Zugabe bot die Gruppe dann die Filmmusik zu „Fluch der Karibik” von Hans Zimmer. Vorsitzender des Vereins Heinz Musch sagte dem Publikum: „Ganz wichtig ist uns immer noch die Jugendarbeit. Unsere Juniorband unterstützt das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit. Wir freuen uns immer über Nachwuchs. Die Jüngsten sind erst neun Jahre alt”.

Danach war das sinfonische Blasorchester wieder dran. Es begann mit einem „Duettino” von Franz Albert Doppler mit den Querflöte-Solistinnen Sarah Hagios und der Dozentin Miro Shirai, Querflötenlehrerin für den Musikverein. Sie studierte die Querflöte, was jeder im Saal deutlich hörte. Für diese Leistung war lauter Jubel die Anerkennung des Publikums. Es folgte die „Hymn to the fallen” von John Williams, die Titelmusik zum Film „Der Soldat James Ryan”. Dieses Stück sollte die Zeit des zweiten Weltkrieges repräsentieren. Der fröhliche „Tiger Rag” von Nich Larocca spiegelte die etwas sorgenlosere Zeit wieder.

Das Finale der Zeitreise näherte sich: Die heutige Zeit läutete das Orchester mit einem Udo Jürgens-Medley ein. Die Zusammenstellung von Kurt Göble versetzte das Publikum in Partystimmung. Passend dazu kam die wunderschöne Lichtershow zum Einsatz. In abwechselndem Rot-, Blau- und Gelbtönen versetzte die Technik den jeweiligen Titeln die passende Atmosphäre. Als Zugabe bot das Orchester die „Comedian Harmonists in Concert”.
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