Kreis Heinsberg - Multibus-System: In vier Monaten 7000 Fahrgäste befördert

Multibus-System: In vier Monaten 7000 Fahrgäste befördert

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Kreis Heinsberg. Über die Entwicklung des Multibus-Systems, das seit Dezember kreisweit im Einsatz ist, berichtete Udo Winkens, Bereichsleiter Verkehr im Unternehmen West Energie und Verkehr als Träger des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verkehr des Kreistages.

In den ersten vier Monaten seien an den Wochenenden mehr als 7000 Fahrgäste mit Multibussen befördert worden, berichtete er. Neue Haltestellen seien auf Nachfrage eingerichtet worden, zum Beispiel in der Teverener Heide und am Parkbad in Wassenberg.

Das Call-Center (02431/886688) sei mit bis zu drei Mitarbeitern besetzt. Zu beobachten sei ein Trend zum Frühbuchen am Mittwoch für das Wochenende. Derzeit ist der Multibus samstags von 6.30 Uhr bis 18 Uhr und sonn- und feiertags von 9 bis 18 Uhr im Einsatz. Trotz gestiegener Kosten in puncto Treibstoff und Personal sei dieses System wirtschaftlicher als der Linienverkehr, so Winkens.

Der Ausschuss befasste sich mit einem Antrag der CDU, die Einsatzzeiten des Multibusses auszuweiten. Winkens stellte unterschiedliche Möglichkeiten der Ausweitung und die damit verbundenen Kosten vor. Die Maximallösung eines kreisweiten Multibus-Einsatzes freitags und samstags jeweils bis ein Uhr nachts und sonntags bis 22 Uhr würde mit zusätzlichen Kosten von mehr als 100.000 Euro zu Buche schlagen. Bis zur nächsten Sitzung wollen die Fraktionen über die Vorschläge von West beraten.

Den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, der Kreis möge sich um Aufnahme „100-Alleen-Initiative” des Landes bemühen, gab der Ausschuss an die Verwaltung weiter. Sie soll prüfen, an welchen Kreisstraßen bereits Alleen vorhanden sind und wo eventuell Lücken in Alleen geschlossen werden könnten. Im Rahmen der Initiative zahlt das Land 80 Prozent der Gesamtkosten bei neuen Pflanzungen.

Einen zweiten Antrag der Grünen, in dem es darum ging, den Anbau gentechnischer veränderter Pflanzen auf kreiseigenen landwirtschaftlichen Flächen zu verhindern, lehnte der Ausschuss ab. Er schloss sich allerdings dem Antrag von Dr. Horst Wamper (CDU) an, eine Meldepflicht für den Anbau auf kreiseigenen Flächen einzuführen. Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, hatte zuvor gefordert, sich auch im Kreis auf die bestehenden gesetzlichen Regelungen zu verlassen.

Der Kreis Heinsberg wäre ansonsten der erste im Westen, der eine zusätzliche Regelung habe. Für ein generelles Verbot sei der Kreis nicht die zuständige Ebene, pflichtete ihm der Ausschussvorsitzende Dr. Gerd Hachen (CDU) bei. „Aber wir wollen wissen, was passiert”, stimmt er Wamper zu.

Abschließend gab die Verwaltung einen Überblick über die Abfallbilanz 2008. Demnach ist das Aufkommen an Hausmüll erneut leicht gesunken: pro Kopf um 2,4 Prozent auf 139,9 Kilogramm. Das Sperrmüll-Aufkommen ging um 13,7 Prozent auf 14,4 Kilogramm zurück. Die Erfassung von Wertstoffen nimmt dagegen weiterhin zu.
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