Münzschätze faszinieren die Museumsbesucher

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Kreis Heinsberg. Der Spaten steckt noch in der Erde, genau dort, wo die Münzen gefunden wurden. An anderer Stelle ragt die Gabel aus dem Acker, auf dem noch Kartoffeln liegen.

In der Szenerie ergießen sich in einer Vitrine aus einem Krug Münzen für den Betrachter. Mit der neuen Ausstellung „Verborgen und Vergessen - Heimische Münzschätze aus Mittelalter und Neuzeit” beweist das Heinsberger Kreismuseum einmal mehr seine Kreativität in der Gestaltung von Ausstellungen.

Insgesamt elf Münzschätze sind im Kreis Heinsberg bekannt. Neun werden in dieser Ausstellung erstmals zusammengeführt, mit Leihgaben des LVR-Landesmuseums Bonn, des Stadtarchivs Erkelenz sowie aus Privatbesitz. So hat die Ausstellung auch insgesamt neun Stationen, die den Fundstellen der Münzen nachempfunden sind. Sie zeigen zudem nicht nur die jeweiligen Schätze mit insgesamt rund 1800 Münzen, die vom Hochmittelalter bis ins 17. Jahrhundert datiert werden, sondern erzählen anhand großformatiger Poster auch ihre Geschichte.

Hinzu kommen rund 180 Münzen aus einem Opferstock der Geilenkirchener Pfarrkirche, die 1953 gefunden wurden und aus dem 18. beziehungsweise 19. Jahrhundert stammen sowie Münzen der Herren von Heinsberg/Randerath aus dem 14. Jahrhundert. Abgerundet wird die Ausstellung durch die Präsentation von Münzwaagen.

„Jeder, der sich für Numismatik interessiert, wird sich durch die heutige Ausstellung angesprochen fühlen”, betonte Dezernent Helmut Preuß bei der Eröffnung. Sein Dank ging an Dr. Claudia Klages, wissenschaftliche Referentin und Sachverständige für Numismatik des LVR-Landesmuseums in Bonn. Sie hatte das Kreismuseum bei der Vorbereitung und Zusammenstellung der Schau unterstützt. Nicht unerwähnt ließ er die Förderer, die Sparkassen-Kunst-Stiftung und den Museumsverein. Sie hätten die eindrucksvolle Inszenierung durch den Designer Kurt Stieding aus Effeld erst ermöglicht. Schließlich dankte er Dr. Rita Müllejans-Dickmann und Richard Jochims vom Kreismuseum für die Idee zur Ausstellung, Jochims darüber hinaus für seine Recherche.

Eine Präsentation von Münzen sei gerade deshalb so spannend, weil sie direkt etwas mit dem Leben der Menschen in der jeweiligen Zeit zu tun habe, betonte Claudia Klages.

Die Ausstellung „Verborgen und Vergessen - Heimische Münzschätze aus Mittelalter und Neuzeit” läuft bis zum 31.Januar im Kreismuseum in Heinsberg an der Hochstraße.

Die Öffnungszeiten: samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18Uhr sowie für Gruppen nach Vereinbarung.

In der kleinen Museumsreihe ist ein 56 Seiten umfassender Katalog zur Ausstellung erschienen..
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