Kreis Heinsberg - Motorrad mit 165 km/h in Tempo-70-Zone

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Motorrad mit 165 km/h in Tempo-70-Zone

Von: disch
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600 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg: Ein 22-Jähriger ist mit seinem Motorrad mit 165 km/h in einer Tempo-70-Zone gefahren. Foto: imago/Jochen Tack

Kreis Heinsberg. Das wird teuer: Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Heinsberg hat innerhalb von nicht mal zwei Stunden gleich sechs Raser aus dem Verkehr gezogen, die mit zum Teil brisant-gefährlichen Geschwindigkeiten unterwegs waren.

Unrühmlicher Spitzenreiter war ein Motorradfahrer mit 165 km/h bei einem erlaubtem Tempo 70. Er hatte die zulässige Geschwindigkeit also damit um sage und schreibe 95 km/h überschritten. Die Beamten hatten sich mittags auf der Kreisstraße 29 in Höhe von Haus Hohenbusch bei Erkelenz postiert. Alle sechs Raser, die aus der Reihe der ertappten Verkehrsteilnehmer negativ herausragten, waren so schnell, dass sie mit Bußgeldverfahren rechnen müssen.

600 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg: Darauf muss sich der „Rekordhalter“ einstellen. Der 22-jährige Motorradfahrer aus ­Erkelenz schien nach Angaben der Polizei-Pressestelle „sichtlich beeindruckt“, als er von den Beamten mit dem Messergebnis konfrontiert wurde und mahnende Worte hören musste. Er habe nicht gedacht, dass er so schnell gewesen sei. Zudem sei er der Meinung ­gewesen, dass an dieser Stelle 100 km/h erlaubt seien, so die Polizei. „Dennoch wird seine verlegene Reaktion ihn nicht vor dem zu erwartenden Fahrverbot bewahren können“, erklärte die Polizei.

Ein weiterer junger Fahrer, ein 24-Jähriger Mann aus Bonn, wurde mit seinem Sprinter mit 120 km/h gemessen. Auch für ihn gilt wohl: Bußgeld mit Punkten sowie Fahrverbot.

Sicherheitsprogramm

Mit dem neuen Sicherheitsprogramm der Kreispolizeibehörde Heinsberg sollen erklärtermaßen besonders auch die Raser gestoppt werden. Als erster Erfolg war die Tatsache gewertet worden, dass die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen in Mitleidenschaft gezogen wurden, im Kreis Heinsberg von 926 im Jahr 2012 auf 852 im Jahr 2013 gesunken ist. Dies wurde auf die Intensivierung der Geschwindigkeitsüberwachung und die größere Transparenz, sprich verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich zurückgeführt.

„Die hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen zeigen, wie notwendig unsere Kontrollen sind, auch um das Leben der anderen Verkehrsteilnehmer zu schützen“, so Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken am Freitag.

Weitere Kontrollen folgen

Gerade die jungen Auto- und Motorradfahrer würden Sorge bereiten, seien sie doch leider immer noch viel zu häufig an schweren Verkehrsunfällen beteiligt, so die Polizei, die deshalb darauf hinwies, dass weitere Verkehrskontrollen folgen.

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