Gangelt-Breberen - Motive des Selfkants durch ganz Europa

Motive des Selfkants durch ganz Europa

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Die Schlüssel zum Reisestart schon mal in der Hand: (v.l.) Klaus und Ursula Reiners mit Andr Mobers vor dem auffälligen 63-Sitzer, der mit seiner Werbung für die Touristikregion Selfkant in diesen Tagen durch den Schwangau unterwegs ist.

Gangelt-Breberen. Peter Hundscheid denkt in diesen Stunden schon ein wenig an die Rückreise. Volle Konzentration aber gilt zunächst der Straße, die ihn und seine 63 Fahrgäste zum großen Busparkplatz am Fuße des Schlosses Neuschwanstein führt.

Dass sein 14 Meter langes Gefährt besondere Aufmerksamkeit bekommt, ist Peter Hundscheid ziemlich klar. Und sein Chef Klaus Reiners wünscht es sich sogar sehnlich. Was vor dem Märchenschloss von König Ludwig II. Station macht, ist nicht mehr und weniger als „rollende Werbung” für die Freizeitregion Selfkant.

„Ich bin ein Kind der Region”, sagt der 46-jährige Busunternehmer aus Breberen, „da tut man gerne was für. Und wenn die Sache Erfolg hat, freut mich das um so mehr.” Klaus Reiners Ziel heißt, die „Tourismus- und Freizeitregion Selfkant” in Deutschland und Europa noch bekannter zu machen.

Bunte Impressionen

Der wuchtige Dreiachser trägt an den Seiten naturgetreue Motive der Mühle in Waldfeucht, dem Millener Ensemble Kirche/Zehntscheune/ Propstei, der Selfkanteisenbahn, dem Wildpark und eine Aufnahme von Radlern im Rodebachtal sowie dem Mobilstellplatz am Gangelter Infocenter. Die Fotoauswahl stammt von André Mobers, Geschäftsführer des Zweckverbands „Der Selfkant”. Ein Grafikstudio wurde beauftragt, davon Lichtfolien herzustellen.

Und die bunten Impressionen eines außergewöhnlichen Landschaftsangebots zieren nun den neuesten Bus der 18 Stück zählenden Flotte von Klaus Reiners. Die Materialkosten einer geschätzten vierstelligen Euro-Summe hat der Zweckverband übernommen.

Der Unternehmer hatte dem Gangelter Bürgermeister Bernhard Tholen vorgeschlagen, eine Idee fortzusetzen, die im Kern schon einige Jahre alt ist. Seinerzeit fokussierte sich die touristische Werbung auf die „Freizeitregion West”; die berühmte Gangelter Gans prangte auf einem Bus. Das Fahrzeug wurde nach sieben Jahren Tourendienst ausrangiert. Seit 2008 gibt es den Zweckverband Selfkant. Das erhöht den Anspruch, das forderte Klaus Reiners irgendwie heraus.

Nun trägt der 14-Tonner „HS - PE 59” einige der schönsten Ansichten dieses Stückchens Grenzland hinaus in alle Richtungen. „So schön der Bus auch ist. Am liebsten würd´ ich ihn gar nicht hier auf dem Hof sehen”, lacht der Breberener, der die Werbeflächen der Gemeinde und dem Verband gebührenfrei zur Verfügung gestellt hat. Was auch Ehefrau Ursula gerne unterstützt hat, denn der Bus aus Stuttgarter Fertigung soll den Selfkant an vielen Plätzen bekannt(er) machen.

Davon wird es einige geben, jetzt, auf der eigentlichen „Jungfernfahrt” des 3-Sterne-Fahrzeugs. Mit ausgebuchten Plätzen für eine Gruppe kanadischer Nato-Angehöriger samt Begleitung. Garmisch-Partenkirchen ist das Hauptziel; Tagesausflüge - siehe Stopp am Forggenseer Schloss hinter Füssen - komplettieren die wintersportlichen Ambitionen der Reisenden. Für vier wahrscheinlich zu kurze Tage.

Doch der „Selfkant-Bus” ist bereits vorgebucht für Touren vom Phantasialand bis nach Süddeutschland, von Polen bis nach London. Vielleicht ergibt sich auch wieder einmal eine Skandinavien-Rundfahrt, schmunzelt Klaus Reiners in Erinnerung an die Geschichte, die Peter Hundscheid vor rund drei Jahren von einem Halt in Schweden mitbrachte. Da wurde er aus einer fremden Personengruppe auf die „Gangelter Gans” an den Flanken des Reisebusses angesprochen und freudig als Nachbar begrüßt: von Urlaubern aus Baesweiler.

Die Werbung rollt weiter - für den Selfkant, freut sich Klaus Reiners. Jetzt noch bunter und einladender.
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