Erkelenz/Heinsberg - Mordopfer praktizierte als Augenarzt in Heinsberg

Mordopfer praktizierte als Augenarzt in Heinsberg

Von: disch/dpa
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leiche immerath
Tod auf offenem Feld: Die Spurensicherung untersucht den Fundort der Leiche des Augenarztes Udo Schmitz auf einem Acker bei Immerath. Foto: Peter Kerkhoff

Erkelenz/Heinsberg. Er galt als „freundlich und nett”, als „kompetent und gründlich” und als ein Mediziner, der sich Zeit für seine Patienten nahm: Der 51-jährige Mann, der in der Feldgemarkung nahe der Ortschaft Immerath erschossen worden ist, war als Augenarzt in einer Heinsberger Praxis tätig und lebte alleinstehend in Erkelenz.

Auch wenn bereits erste Hinweise von Zeugen bei der Polizei eingegangen sind und die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, so gab es am Montagnachmittag doch noch keine heiße Spur, wie Staatsanwältin Carola Guddat in Mönchengladbach auf Nachfrage erklärte.

Die Mordkommission „Immerath” wird von Kriminalhauptkommissar Dietmar Stückmann vom Polizeipräsidium Aachen geleitet und zählt insgesamt 17 Köpfe. Sie wurde gebildet aus den Spezialisten der Mordkommission Aachen sowie den unterstützenden Kräften der Kreispolizeibehörde Heinsberg. Ihr Domizil hat sie erst einmal in der Erkelenzer Polizeiwache bezogen.

Aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach am Montag nicht allzu viele Details bekannt. Bestätigt wurde lediglich, dass es eine Vielzahl von Schüssen gegeben habe, die das Opfer getroffen hätten - mehr als zehn, sagte Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff.

Es gebe keine Anhaltspunkte zum Hintergrund der Tat, sagte Staatsanwältin Carola Guddat. Einige Zeitungen hatten im Zusammenhang mit dem Verbrechen den Begriff „Hinrichtung” gebraucht. „Das trifft es schon ganz gut, weil es so viele Schüsse waren”, so Guddat. Es gebe aber keinerlei Anhaltspunkte zum Motiv.

Wie Guddat ausführte, sei die Bluttat mit großer Wahrscheinlichkeit in der Zeit zwischen Freitagnachmittag und Samstagnachmittag begangen worden. Dies ergebe sich aus Hinweisen zu der Frage, wann der 51-Jährige zum letzten Mal lebend gesehen wurde, und den Ergebnissen der rechtsmedizinischen Untersuchung.

Die Staatsanwältin erneuerte die Bitte um Hinweise von Zeugen, die auf dem Wirtschaftsweg parallel zur Landstraße 19 oder in der Nähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben - vor Samstag, 16.05 Uhr; dies war der Zeitpunkt, an dem Spaziergänger die Leiche entdeckten.

Hinweise werden erbeten unter der Telefonnummer 02452/9200. Der Pressesprecher der Polizei, Karl-Heinz Frenken, sagte in diesem Zusammenhang, auch möglicherweise auf den ersten Blick unbedeutend erscheinende Beobachtungen sollten gemeldet werden, da solche Hinweise letztlich zu entscheidenden Mosaiksteinen in den Ermittlungen werden könnte.

Der Polizeisprecher dankte ausdrücklich noch einmal den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes, die am Samstagabend die schwierige Arbeit der Polizei bei der Spurensicherung im Schnee bei Eiseskälte und starkem Wind optimal unterstützt hätten.
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