Kreis Heinsberg - Mobile Azubis können eine Starthilfe erhalten

Mobile Azubis können eine Starthilfe erhalten

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Frust beim Ausbildungsstart muss nicht sein: Die Gewerkschaft NGG hat auf die Berufsausbildungsbeihilfe aufmerksam gemacht. Foto: NGG

Kreis Heinsberg. Wer in eine andere Stadt ziehen muss, um seine Ausbildung zu machen, kann Extra-Geld für die Miete bekommen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres hingewiesen. „Die Arbeitsagentur greift Azubis unter die Arme, die einen zu weiten Weg von der Wohnung der Eltern zum Ausbildungsplatz haben. Und zwar dann, wenn sie für die Hin- und Rückfahrt zwei Stunden oder länger im Bus, in der Bahn oder im Auto zubringen müssten”, erklärte Peter Mogga.

Für den Geschäftsführer der NGG-Region Aachen ist die Berufsausbildungsbeihilfe (kurz: BAB) der Arbeitsagentur eine „ideale Starthilfe für mobile Azubis”.

Für Miete (maximal 224 Euro pro Monat), Fahrtkosten, Arbeitskleidung und sogar für den Umzug könne es Zuschüsse geben, so die NGG. Auszubildende hätten damit die Chance, sich bei der Wahl ihres Ausbildungsplatzes freier zu entscheiden und früher auf eigenen Füßen zu stehen.

Wie hoch die Beihilfe ausfalle, dies hänge von der Ausbildungsvergütung, den Mietkosten und dem Einkommen der Eltern ab. Freibeträge würden dabei allerdings berücksichtigt. Bei der Berechnung gehe die Arbeitsagentur davon aus, dass ein Azubi im Monat mindestens 348 Euro für den eigenen Lebensunterhalt brauche.

Voraussetzung für die BAB ist laut NGG eine betriebliche oder überbetriebliche Erstausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Wer verheiratet sei oder bereits ein Kind habe, könne die Beihilfe sogar dann bekommen, wenn er noch in erreichbarer Nähe der Eltern wohne.

Zum „Schnell-Check” empfiehlt die Gewerkschaft den „BAB-Rechner”, der im Internet http://www.babrechner.arbeitsagentur.de zu finden ist. Dort könne jeder Azubi mit wenigen Klicks ermitteln, ob sich ein BAB-Antrag bei der Arbeitsagentur für ihn lohne.

„Wenn eine Auszubildende aus dem Kreis Heinsberg sich in der Marzipanstadt Lübeck zur Konditorin ausbilden lassen will, lohnt es sich garantiert. Aber nicht alle Fälle sind so eindeutig. Besser ist es also, den persönlichen BAB-Check zu machen und den Antrag flott - möglichst schon vor Antritt der Lehre - zu stellen”, rät jedenfalls NGG-Geschäftsführer Peter Mogga.

Denn den Zuschuss gebe es erst ab dem Monat, in dem der Antrag bei der Arbeitsagentur gestellt worden sei.
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