Kreis Heinsberg - Mitgliederversammlung des Caritasverbandes: Neues Leitbild

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Mitgliederversammlung des Caritasverbandes: Neues Leitbild

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Bei der Versammlung des Caritasverbandes: Hermann-Josef Ronkartz und seine Mitarbeiterin Astrid Werny hefteten das Negativ-Erlebnis eines von ihnen betreuten Menschen an die Klagemauer. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Mit einer heiligen Messe, die Regionaldekan Winfried Müller, der Vorsitzende des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, selbst zelebrierte, begann die Mitgliederversammlung im Haus der Begegnung in Hückelhoven-Ratheim. Musikalisch gestaltet wurde sie vom Ökumenischen Singerkreis aus Heinsberg.

Die Versammlung stand unter dem Motto „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft”. Roman Schlag vom Diözesancaritasverband Aachen thematisierte dabei einleitend die Armut. „Arm ist, wenn jemand nicht mithalten kann”, so seine knappe, aber einprägsame Definition. Armut sei also immer relativ und habe viele Messgrößen. Fakt sei aber, dass mittlerweile ein Drittel aller Familien mit vier Kindern in Armut lebe.

Hermann-Josef Ronkartz, Leiter der Abteilung Gefährdeten- und Behindertenhilfe im Verband, und seine Mitarbeiter griffen die von der Caritas in Nordrhein-Westfalen gestartete Aktion auf: „Respekt. Alles andere kommt mir nicht in die Tüte” lautet ihr Motto. Sie schlüpften in die Rolle psychisch kranker, von der Caritas betreuter Menschen, berichteten von Negativerlebnissen und hefteten diese an die Klagemauer der Aktion „Wir mischen uns ein”.

Vorstandsmitglied Dr. Ulla Louis-Nouvertné stellte das neue Leitbild des Verbandes vor. Es soll Antwort geben auf vier Fragen: „Wer sind wir? Was sind unsere Ziele und Aufgaben? Wie arbeiten wir? Wie gehen wir miteinander um?”

„Erst wenn wir versuchen, die Konsequenzen des Leitbildes in der täglichen Praxis unserer gemeinsamen Arbeit - ob im Vorstand oder in den einzelnen Diensten - zu realisieren, macht das Leitbild wirklich einen Sinn. Auf diesem Weg sind wir gerade erst am Beginn”, so Louis-Nouvertné.

Wie aus dem Jahresbericht von Geschäftsführer Gottfried Küppers deutlich wurde, hatte der Verband Ende vergangenen Jahres insgesamt 2087 Mitglieder. Er ging dann auf die Veränderungen in den einzelnen Diensten ein.

So könne die Gemeindesozialarbeit „in Zeiten mit teils turbulenten Veränderungen von pfarrgemeindlichen Strukturen” ein verlässlicher Partner sein. Neue Möglichkeiten in der Betreuung schwer kranker und sterbender Menschen eröffne die Unterstützung durch die moderne Palliativ-Medizin, so Küppers weiter.

Die Caritas verfüge jetzt über 15 Pflegekräfte mit der Zusatzausbildung „Palliative Care”. Die Jugendwerkstatt in Hilfarth habe ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Kurzzeitig zur Lösung der Probleme arbeitsloser Jugendlicher gedacht, sei sie heute nicht mehr wegzudenken. Neu seien ein Angebot für chronisch psychisch kranke Menschen, die außerhalb des Wohnheims Mutter Teresa in Geilenkirchen arbeiten, oder die Tätigkeit in der Drogenberatung in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg in einem Projekt der Landesregierung.

Was die psychiatrischen Hilfen der Caritas betrifft, verzeichnete Küppers einen steigenden Bedarf. Das Krankheitsbild einer psychischen Erkrankung trete immer häufiger auf, betonte er. „So ist festzuhalten, dass gerade im Bereich des Betreuten Wohnens für psychisch Kranke die Nachfrage nach Hilfe stetig wächst.”
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