Kreis Heinsberg - Mitfiebernde Eltern sind stolz auf ihre Pfiffikusse

Mitfiebernde Eltern sind stolz auf ihre Pfiffikusse

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Viertklässler mit herausragen
Viertklässler mit herausragenden Fähigkeiten in „Mathe”: In Waldfeucht-Haaren wurde die Kreisrunde des Mathematik-Wettbewerbs ausgetragen.

Kreis Heinsberg. Wie bereits seit einigen Jahren „Tradition”, hat an der Katholischen Grundschule in Waldfeucht-Haaren wieder die zweite Runde des landesweiten Mathematikwettbewerbs für Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen aus dem Kreis Heinsberg stattgefunden.

Austragungsort ist die Schule, die den Koordinator des Wettbewerbs für die Region stellt. Für den Kreis Heinsberg organisiert Karl-Josef Tholen seit fünf Jahren diese Kreisrunde.

Aufgaben haben es in sich

Eingeladen zur zweiten Runde waren alle Schülerinnen und Schüler, die sich im Oktober in der ersten Runde auf Schulebene mit ihren mathematischen Fähigkeiten hervorgetan und qualifiziert hatten. Dabei beteiligten sich etwa 450 Kinder an 16 Schulen im Kreisgebiet. Die wachsende Teilnehmerzahl in den letzten Jahren, die auch organisatorische Ansprüche stellt, ist - neben dem gestiegenen Interesse der Kinder - sicherlich auch auf den Unterstützungs- und Förderungswillen durch Lehrer und Eltern zurückzuführen.

In diesem Jahr hatten es jedoch die Aufgaben der ersten Runde im Herbst schon ganz schön in sich. Die an den Schulen eingegangenen Aufgaben lagen nach Meinung vieler Grundschulkollegien in ihrem Anspruch hart an der Grenze des Leistungsniveaus eines zehnjährigen Kindes. Von daher konnte sich mit 67 Schülern nur ein gutes Drittel der Anzahl der Teilnehmer der Vorjahre qualifizieren. Nichts desto trotz trafen sich diese nun fast alle, um erneut anspruchsvolle Aufgaben zu bearbeiten.

Dabei gelangen den Schülerinnen und Schülern wieder sehr gute Leistungen - auch dank der fachlich guten Vorbereitung und Betreuung durch die begleitenden Lehrer und die mitfiebernden Eltern. Diese freuten sich natürlich, dass Mathematik den Kindern so viel Spaß macht, dass Anstrengung, Einfallsreichtum und Denkvermögen gefordert und gefördert werden und, nicht zu vergessen, dass als Training auch die Bereitschaft vorhanden sein sollte, sich freiwillig mit mathematischen Knobeleien in der Freizeit zu beschäftigen.

Dass einige Pfiffikusse dabei selbst manchen ihrer Eltern in diesem Punkt schon ein Stück voraus sind, gestanden einige Erwachsene freimütig ein, wenn auch nicht ohne Stolz auf ihre Kinder.

Bereits bei der Begrüßung durch Karl-Josef Tholen, den Koordinator für den Kreis Heinsberg, war neben einer verständlichen leichten Aufregung auch die Begeisterung der Kinder, sich in einem Rahmen außerhalb des Schul­alltags mit anderen Schülern zu messen und die eigenen Fähigkeiten bei der Bearbeitung anspruchsvoller Aufgaben zu erproben, spürbar. Diese besondere Situation macht sicherlich einen Teil des Reizes des Mathematikwettbewerbes aus.

Der Wettbewerb erfordert exaktes, abstraktes und logisches Denkvermögen sowie Kombinationsfähigkeit und bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, nicht nur ihre formalen Rechenfähigkeiten unter Beweis zu stellen, sondern sich auch in einem kreativen Umgang mit Mathematik zu üben - eine abwechslungsreiche Herausforderung für mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler.

„Wundertüte” am Morgen

Die gestellten Aufgaben - eine „Wundertüte” am Wettbewerbsmorgen für Kinder und Lehrer, werden die Aufgaben doch von einem landesweiten Aufgabenausschuss für Mathematik-Olympiaden erstellt - wussten die Teilnehmenden mit eigenen, teilweise ungewöhnlichen Lösungswegen zu beantworten. Neben den Eltern der teilnehmenden Schüler dankte Karl-Josef Tholen auch dem „Erfrischungsteam” und den begleitenden Lehrkräften, die Aufsicht führten und durch eine hervorragende Teamarbeit eine zügige Korrektur gewährleisteten.

Er bezeichnete es als erfreulich und bemerkenswert, wie viele junge Menschen Bereitschaft zeigten, sich in ihrer Freizeit mit Mathematik zu beschäftigen, und welch große Anstrengungsbereitschaft und beachtliches Leistungsvermögen sie dabei unter Beweis stellten, gelte es doch, neben Freude und Interesse am Fach Mathematik zu wecken, auch begabte Schülerinnen und Schüler zu erkennen und zu fördern.

Mit 28 von 29 möglichen Punkten erreichte Julie-Christine Kostrzewa von der Johann-Holzapfel-Schule Doveren die höchste Punktezahl. Sie ist damit als Siegerin der zweiten Runde des Mathematikwettbewerbs auch die neue Kreismeisterin. Zudem hat sie sich schon qualifiziert für die dritte Runde, die als Landesrunde das Finale des Wettbewerbs darstellt. Knapp dahinter erreichte Benedict Peter, ebenfalls von der Johann-Holzapfel-Schule Doveren, mit 25,5 Punkten den zweiten Platz, knapp vor Paul Freches von der Schule der Begegnung Birgden, der mit 25 Punkten auf Rang drei landete. Platz vier teilen sich mit jeweils 24 Punkten Romina Dopierala von der Katholischen Grundschule Kirchhoven und Lina Janssen von der Erich-Kästner-Schule Wegberg.

Genauso spannend und eng ging es auf den folgenden Plätzen zu: 5. Justin Backes, Nikolausschule Breberen, 23 Punkte; 6. Kevin Schmidt, Katholische Grundschule Kirchhoven, 22,5; 7. Mika Aldenhoff, Katholische Grundschule Arsbeck, 21; 8. Aranka Holtrup, Katholische Grundschule Kirchhoven, Tim Janssen, Katholische Grundschule Karken, Anna-Lena Korsten, Katholische Grundschule Straeten, Hannah Tholen, Schule der Begegnung Birgden, und Lukas von Helden, Katholische Grundschule Waldfeucht-Haaren, 20; 9. Marius Beckmann, Erich-Kästner-Schule Wegberg, und Luca Claßen, Schule der Begegnung Birgden, 19; 10. Marie Knoben, Katholische Grundschule Kirchhoven, 18,5; 11. Philip Fischer, Elias Marsidis und Wolfgang Abels, alle Katholische Grundschule Waldfeucht-Haaren, 18.

Nach den Osterferien werden die Teilnehmer dieser Runde für die Landesrunde nominiert. Mit einer Entscheidung ist aber erst nach Abschluss und Auswertung aller Resultate in allen Kreisen und Städten in NRW zu rechnen.
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