Erkelenz - Mit Leidenschaft und Einfühlungsvermögen

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Mit Leidenschaft und Einfühlungsvermögen

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Josephine Mattelé und Bolesla
Josephine Mattelé und Boleslav Martfeld begeisterten mit einem musikalischen Kaleidoskop aus zehn Jahren Konzertauftritten. Foto: ew

Erkelenz. Die Bewohner des Johanniter-Stifts Erkelenz durften auf eine Zeitreise gehen, zurück in die vergangenen zehn Jahre. Auf diese Reise mit nahmen sie Pianist Boleslav Martfeld und Mezzosopran Josephine Mattalé, feierte das Duo doch gleich zwei Jubiläen: So präsentierte es das zehnte Sommerkonzert in der Einrichtung und gleichzeitig feierte das Duo sein 15-jähriges Bestehen.

Und deshalb lud es zu einem musikalischen Kaleidoskop unter dem Titel „Best of 2002 bis 2010” mit den schönsten Melodien und Werken seit dem ersten Konzert vor zehn Jahren ein.

Ein Blick auf den Programmzettel genügte, um zu erkennen, dass Mattelé und Martfeld sich ein sehr anspruchsvolles Ziel gesetzt hatten. Insgesamt 33 Lieder gesanglich wie pianistisch in knapp anderthalb Stunden zu präsentieren, bedeutete für beide eine hohe gesangliche und pianistische Herausforderung, die jedoch mit Leidenschaft, Hingabe und Einfühlungsvermögen bravourös gemeistert wurde.

Die Revue begann im 2002 mit unvergänglichen Melodien, darunter das heitere Lied „Lippen schweigen” von Franz Lehar aus der Operette „ Die lustige Witwe” und das schwermütige Stück „Lilli Marleen”, das begeistert von den Bewohnern mitgesungen wurde. Anschließend fand musikalisch ein Besuch der Oper und Operette statt mit einem Auszug des Programms von 2003.

Eindrucksvoll präsentierte Boleslav Martfeld den Triumphmarsch aus der Oper „Aida”. Und Josephine Mattalé sang „Ich lade gern mir Gäste ein” aus der Operette „Die Fledermaus”. Mit den Worten „Atmen Sie nun ein bisschen Berliner Luft” lud sie zu einem bunten Querschnitt der schönsten Berliner Chansons ein, die das Duo 2004 präsentiert hatte.

Nach diesem eindrucksvollen Repertoire erlebten die Bewohner eine ultimative Kurzfassung von Faust-Vertonungen in zehn Minuten unter anderem mit einem gefühlvoll dramatischen Walzer von Charles Gounod. Mattalé schlüpfte kurzerhand in die Rolle von „Gretchen” und sang harmonisch einfühlsam „Meine Ruh ist hin” von Richard Wagner.

Mit den Stücken „Das Veilchen” und „Der Zauberer”, fröhlich und beschwingt dargeboten, erinnerte das Duo an das Konzert „Musikalisch-poetische Mozartkugeln” anlässlich des 250. Geburtstages von Wolfgang Amadeus Mozart 2006. Nahtlos ging es über zu den Sommernachtsträumen von 2007, unter anderem mit nächtlichen und unerfüllten Träumen wie sie die Lieder „Schöne Fremde” und „Ich hab geträumt vor langer Zeit” besingen.

Schließlich entführten Josephine Mattalé und Boleslav Martfeld in eine Märchennacht am Rhein, eingeleitet durch den Josephinen-Rheinländer und mit dem berühmten „Schwipslied”, dem Programm von 2008 sowie ins Zigeunerlager mit einem virtuosen und erstklassigen Auftritt des Pianisten bei der „Ungarischen Rhapsodie Nr.6” von Franz Liszt.

Mit der gesanglich gelungenen Präsentation „Wenn ein Zigeuner weint” verblasste die Erinnerung an das eindrucksvolle Konzert 2009, da auf einmal „überall die Rosen blühten”. So lautete der Titel der Präsentation aus dem letzten Jahr, bei dem es um „Schwarze Rosen” und „Rosen aus dem Süden” ging. Einmal mehr bewies das Duo wie sehr es sich aufeinander im Laufe der Jahre eingespielt hat.
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