Mit Inhalten und Kompetenz punkten

Von: defi
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„Die Farbe des Jahres ist Grün.“ Dies verkündete der Landesvorsitzende Sven Lehmann (2.v.r.) bei den Grünen im Kreis. Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidl (r.), die Sprecher der Kreisgrünen, Maja Bintakys-Heinrichs (l.) und Rainer Rißmayer (M.) sowie Bundestagskandidat Hans-Josef Dederichs (2.v.l.) hörten es nur zu gern. Foto: defi

Kreis Heinsberg. „Die Farbe des Jahres ist Grün.“ Mit dieser Botschaft stimmte Sven Lehmann, Landesvorsitzender der NRW-Grünen, die Grünen im Kreis Heinsberg auf das wichtigste politische Thema des gerade gestarteten Jahres 2013 ein, die Bundestagswahl.

Zum Neujahrsempfang in der Heinsberger Begegnungsstätte begrüßte die Sprecherin der Grünen im Kreis Heinsberg, Maja Bintakys-Heinrichs, neben dem Landesvorsitzenden ihrer Partei und zahlreichen Mitgliedern der Grünen auch viele „Nicht-Grüne“, darunter Landrat Stephan Pusch und einige Bürgermeister.

Der Start ins Jahr 2013 habe den Grünen in Deutschland schon eine überaus erfreuliche Nachricht beschert, berichtete Sven Lehmann, erstmalig seien die Grünen, was die Mitgliederzahl anbelangt, die drittstärkste Partei in Deutschland. Der Landesvorsitzende: „Das war für mich eine tolle Nachricht.“ Applaus – zumindest von allen Grünen im Saal. Mit Inhalten und Kompetenz wolle seine Partei auch bundesweit punkten und den Machtwechsel herbeiführen. Schon heute seien die Grünen, die einst als „Bauernschreck“ verschrien gewesen seien, beim Thema Agrarpolitik die Partei, der die Bürger die größte Kompetenz zutrauten.

Mit Inhalten werde die Partei auch im Bundestagswahlkampf die Bürger überzeugen. Neben dem Top-Thema Energiewende, das die Bundesregierung gegen die Wand gefahren habe, so Lehmann, setze die Partei beispielsweise bei der Landwirtschaft auf „ökologische Wahrheit“. 80 Cent für einen Liter Milch seien ebenso unrealistisch wie eine artgerechte Massentierhaltung. Neuer Konzepte bedürfte es auch mit Blick auf den demografischen Wandel bei der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Neben ortsansässigen Hausärzten wären durchaus auch mobile Fachärzte vorstellbar. Auch das Thema Gerechtigkeit werde, so der grüne Landesvorsitzende, im Wahlkampf thematisiert werden. Es könne nicht angehen, dass trotz Arbeit 10 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht seien.

Die Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidl setzt darauf, dass auch weiterhin über alle Parteigrenzen hinweg die gute Zusammenarbeit im Kreis Heinsberg fortgeführt wird. Sie erinnerte in ihrer Rede zum Neujahrsempfang an den erfolgreichen Startschuss für das neue Amtsgericht Erkelenz, der für Erkelenz ein ebenso wichtiger städtebaulicher Impuls sei wie für Wassenberg die Fertigstellung von Burgberg und Terrassengarten und der nun in Angriff genommene Ausbau des Bergfrieds für 620.000 Euro, den das Land mit 70 Prozent bezuschusse. Für die Entwicklung von Wassenberg sei die B 221n zwar von hoher Bedeutung, klar sei aber auch, dass die Weiterführung der Bundesstraße durch das wertvolle Landschaftsschutzgebiet der Rurauen mit den Grünen nicht zu machen sei.

Der Bundestagskandidat der Grünen im Kreis Heinsberg, Hans-Josef Dederichs, sagte in seinem Redebeitrag: „Ich habe mich aufstellen lassen, weil ich aus dem Tagebaugebiet komme.“ Neben der Stärkung der Rechte der Umsiedler möchte sich Dederichs aber auch für ein Umdenken in der Agrarpolitik einsetzen. Nach der erfolgreichen Veranstaltung des Ortsverbands Heinsberg zur Massentierhaltung müsse auch der Flächenverbrauch im ländlichen Raum thematisiert werden. Industrieansiedelungen seien zwar wichtig, doch: „Wir brauchen freie Flächen, sonst sind wir kein ländlicher Raum mehr.“

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