Radarfallen Blitzen Freisteller

Mit Dienstrad durch die Fußgängerzone

Von: hewi
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Am Alten Rathaus enthüllte der technische Beigeordnete Ansgar Lurweg gestern das Schild, das das Radfahren in der Fußgängerzone erlaubt, zumindest für die dreimonatige Experimentierphase. Foto: Koenigs

Erkelenz. In Erkelenz beginnt eine neue Zeitrechnung. Zumindest für drei Monate. So lange dauert vorerst das Experiment, mit dem die Stadtverwaltung nun einen wichtigen Schritt in Richtung fahrradfreundliche Stadt wagen will.

Die Fußgängerzone wird für den Radverkehr freigegeben. Das strikte Radfahrverbot in der Fußgängerzone wurde mit der deren Einweihung Anfang der 80er-Jahre eingeführt. Zum Schutze der Fußgänger mussten die Radfahrer am Beginn der Fußgängerzone absteigen und ihre Drahtesel schieben. Die meisten hielten sich bisher auch daran, einige eher selten, andere nie.

Dass ab nun auch durch die Zone geradelt werden darf, haben die Erkelenzer Radfahrer dem Bemühen der Stadt zu verdanken, in den interkommunalen Arbeitskreis Fahrradfreundliche Stadt aufgenommen zu werden. Dafür muss eine Gemeinde aber einiges tun, wozu man in Erkelenz durchaus bereit ist. Einer der fahrradfreundlichen Schritte ist nun die zunächst zeitlich begrenzte Freigabe der Fußgängerzone.

„Dies ist durchaus auch ein Marketing-Baustein”, erklärte der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg, als er am Donnerstag den letzten orangen Streifen vom Verkehrsschild am Alten Rathaus abzog, demzufolge nun der Radverkehr auf dem Markt offiziell erlaubt ist. Allerdings mit einer Einschränkung.

Das „Nadelöhr” auf dem Stück der Kölner Straße zwischen der Bäckerei Lütterforst und Kölner Tor bleibt weiterhin für Radfahrer gesperrt. „Da kommen sich die Passanten zwangsläufig ins Gehege”, so Lurweg. Also heißt es dort weiterhin: Absteigen und schieben. Das gilt zumindest bis Oktober auch für den Heinrich-Jansen-Weg, der die Kölner Straße mit der Atelierstraße verbindet. Wenn die Bauarbeiten in diesem Bereich aber abgeschlossen sind, darf auch auf dem rund hundert Meter langen Stück in die Pedale getreten werden.

Die Auswahl des Zeittraumes für das Pilotprojekt sei gut gewählt, so Lurweg. Denn nach den Sommerferien sind wieder genügend Erkelenz daheim, die auch noch bis in den Herbst hinein mit dem Rad unterwegs sein werden.

Nach Ablauf der Erprobungsphase soll entschieden werden, in welcher Form die Freigabe weiter bestehen kann. Auf dem Weg dorthin ist aber Rücksichtnahme von Radfahrern wie Fußgängern gefragt, betonte auch Hauptkommissar Michael Okuhn, vom Verkehrsdezernat. „Die Radfahrer haben eine Sorgfaltspflicht gegenüber den Fußgängern”, hob er hervor.

„Das bedeutet, dass man notfalls auch absteigen muss, wenn es die Situation erfordert.” Generell ist Schrittgeschwindigkeit bis sieben Stundenkilometer angeraten. Geschwindigkeitskontrollen sind aber nicht geplant. An den Markttagen freitags und dienstags ist es ebenfalls sinnvoll, den Markt nicht mit dem Rad zu befahren.

Nachdem das letzte Verbotszeichen entfernt war, machte sich Lurweg auch gleich mit dem erkelenzblauen Dienstrad auf den Weg durch die Fußgängerzone, langsam und aufmerksam, wie es sich gehört.
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