Wegberg-Holtum - Mit den Zügeln fest in der Hand zur Meisterschaft

Mit den Zügeln fest in der Hand zur Meisterschaft

Von: Günter Passage
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Für Mark Gerards (l.) gehört
Für Mark Gerards (l.) gehört der Umgang mit Pferden vom Kindesalter an zum Alltag. Sein Vater Erich steht ihm mit Tipps und mit Rat und Tat zur Seite, wenn es nötig ist. Aber nur dann. Foto: Passage

Wegberg-Holtum. Bereits im zarten Knabenalter hatte Erich Gerards Zugang zur Natur und den in Wald und Feld lebenden Tieren. Im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern aufgewachsen, hatten es ihm besonders die Pferde angetan.

Daher ist auch die Liebe zu den Ponys und Rössern bis zum heutigen Tage geblieben. Und diese Verbundenheit zur Natur und Kreatur vermittelt Gerards seit einigen Jahren auch seinen beiden Söhnen Mark und Yannik. Natürlich teilt auch Ehefrau und Mutter Angela, die bereits mit 18 Jahren über ein eigenes Reitpferd verfügte, die Hobbys „ihrer drei Männer”.

Seit Jahrzehnten Mitglied der Reitsportgemeinschaft „PSG Grenzland”, wurde das Fahren mit Pferd und Wagen die Leidenschaft von Erich und Angela Gerards. Inzwischen verfügt die Familie über sieben unterschiedliche Kutschen, die der gelernte Bauschlosser allesamt in Eigenregie fertigte. Mit diesen Gefährten nimmt die gesamte Familie jährlich mit recht großem Erfolg an den Reit- und Fahrturnieren teil.

Allesamt im Besitz der Familie

Doch ohne die Vierbeiner geht es in dieser Sportart nicht. So halten die Gerards auf ihrem stattlichen Anwesen in Holtum neben sechs Ponys weitere drei Reitpferde, die allesamt im Besitz der Familie sind.

Bevor nun die beiden Gerards Söhne Mark und Yannik selber die Zügel in ihre Hände nahmen, beteiligten sich Erich und Angela bereits vor vielen Jahren erfolgreich mit Pferd und Wagen an den Fahrturnieren. Als nun die Söhne in Sachen Pferde- und Fahrsport in die Fußstapfen ihrer Eltern traten, waren zunächst mentale Vorbereitungen erforderlich: „Zunächst haben wir unsere Jungs auf alle Erfordernisse einer artgerechten Tierhaltung eingestimmt”, machten die Eltern ihnen verständlich, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kreaturen im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen.

Selbst die Finanzierung dieses recht aufwendigen Hobbys legten Erich und Angela Gerards ihren Söhnen nahe: So verdienen Mark und Yannik während ihrer Freizeit mit kleineren Tätigkeiten das zur Ausübung dieser Freizeitgestaltung erforderliche Geld: „Die Jungs müssen lernen, dass sie selber die Verantwortung für ihre Tiere übernehmen müssen. Selbst das Versorgen der Tiere, wie auch die Instandhaltung der Stallungen, wird jeden Tag von den beiden Söhnen erledigt”, stärkt Vater Erich somit das erforderliche Verantwortungsgefühl seiner beiden Sprösslinge.

Dass es in dieser Hinsicht bei ihren beiden Jungs nicht an der erforderlichen Sorgfalt mangelt, daran brauchen Angela und Erich Gerards keine Gedanken zu verschwenden: „In dieser Hinsicht verhalten sich die beiden vorbildlich. Die Jungs haben gelernt, dass um erfolgreich zu sein, auch die Chemie zwischen Tier und Mensch passen muss. Daher stellen sich die Erfolge auf dem Fahrparcour letztlich auch zwangsläufig ein”, ist, mit einem gewissen Maß an Stolz, den Worten von Vater Gerards zu entnehmen.

Eine Menge Trainingsarbeit

Dass sich aber letztendlich auch Erfolg einstellt, erfordert nicht nur den Einklang zwischen Mensch und Tier, auch ist insbesondere vor schweren Turnieren eine Menge Trainingsarbeit angesagt. Da beweisen sich Erich Gerards und seine Jungs als erfolgreiches Team: Seinen bislang größten Erfolg errang der 16 Jahre alte Mark im vergangenen Jahr bei der Deutschen Fahrsport Meisterschaft in der Klasse „U16” für Ponys in der Kategorie „Zweispänner”. Von 17 für diesen Wettbewerb qualifizierten Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, sicherte sich der junge Holtumer in der Schlusswertung den vierten Rang.

Drei Wochen nach der Jungendmeisterschaft belegte Mark bei einem Sichtungsturnier zur Deutschen Meisterschaft in der „Mittelschweren” Klasse für Erwachsene einen ausgezeichneten fünften Platz.

Derweil Yannik, der jüngere der beiden Gerards Söhne, im Pony-„Einspänner” unterwegs ist, hat sich Mark, der das Maximilian-Kolbe-Gymnasium in Wegberg besucht, bereits wieder für die Endausscheidung in der Klasse der Zweispänner qualifiziert, die in diesem Sommer in Bayern ausgetragen wird. Und haben die beiden Jungs dann neben den vielfältigen und zeitraubenden Tätigkeiten noch ein wenig Luft, verbringen beide diese Zeit als Tischtennisspieler beim TTC Arsbeck.

„Ich muss für den Fahrsport körperlich, wie auch mental auf der Höhe sein, daher betätige ich mich zudem in Wegberg noch aktiv im Judoclub”, beweist der 16 Jährige Mark, dass auch diese Sportart im Einklang zu seinen pferdesportlichen Aktivitäten steht.
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