Mit Braunkohle den Weg zur sauberen Energie gehen

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Erkelenz. „Der Klimawandel ist da. Er ist unabwendbar.” Mit diesen Worten hat der Erkelenzer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dieter Spalink die Anwesenden bei der Gründungsversammlung des parteioffenen Arbeitskreises Klimaschutz in der Orangerie begrüßt.

Der Klimawandel werde zu einem der zentralen Themen in den Städten und Kommunen. Er forderte, dass in Erkelenz „als politisches Signal” ein Umweltamt eingerichtet werden solle. Boden, Luft und Wasser seien die Bestandteil des integralen Umweltschutzes und somit auch Sache der Verwaltung. Auch der Projektpate André Stinka war zur Gründungsversammlung nach Erkelenz gekommen.

Der umweltpolitische Experte der SPD-Landtagsfraktion betonte, dass die Kommunen und das Land beim Klimaschutz eng zusammenarbeiten müssten. So würde für die Aufrüstung der Windräder der Weg frei gemacht. Derzeit produziere das Industrieland NRW rund 40 Prozent des deutschen CO2-Ausstoßes. Eine geplante Reduzierung des Ausstoßes um 25 Prozent sei „ein gewaltiger Weg”. Dafür müsse der Anteil der erneuerbaren Energie erhöht werden, wozu die Kommunen erheblich beitragen könnten.

Auf dem Weg zur sauberen Energie müsse jedoch die Braunkohle den Übergang ohne Atomkraft schaffen. Er plädierte für weniger und saubere Kraftwerke. Denn Energie müsse für die Wirtschaft wie für die Haushalte bezahlbar bleiben. Je mehr aus einer Tonne Braunkohle herausgeholt werden könnte, desto weniger Land müsste abgebaggert werden, betonte er mit Blick auf die Erkelenzer Umsiedlung im Rahmen von Garzweiler II.

Der Nabu-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck sah das ein wenig anders. Er stellte vielmehr die Frage, ob ein Tagebaugebiet Garzweiler III wirklich vom Tisch sei. Sein Verband schließe eine Erweiterung des Tagebaus als Option der Energiewirtschaft nicht aus.
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