Mit Apps durch den Baumarkt der Zukunft

Von: defi
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Zum Abschluss der Projektwoche „Jugend denkt Zukunft” bei Fliesenmax in Dremmen präsentierten die Schüler des Berufskolleg Erkelenz die Ergebnisse im Beisein von Firmenchef Gottfried Classen (am PC). Foto: defi

Heinsberg-Dremmen. Gottfried Classen, geschäftsführender Gesellschafter von Fliesenmax in Dremmen, beschäftigte sich gerade mit der Idee einen Beratungscomputer für Baumärkte zu entwickeln. Und genau da kam die Anfrage, ob er nicht am Praxisprojekt „Jugend denkt Zukunft” - eine Initiative der Wirtschaft, die sich an Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis 12 richtet - teilnehmen möchte.

Und genau da kam die Anfrage, ob er nicht am Praxisprojekt „Jugend denkt Zukunft” - eine Initiative der Wirtschaft, die sich an Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis 12 richtet - teilnehmen möchte.

Keine hohen Erwartungen

Bei Fliesenmax sollten Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftsgymnasiums des Berufskollegs Erkelenz eine Woche lang zu Gast sein, das Unternehmen praxisnah kennenlernen und getreu des Projektmottos „Jugend denkt Zukunft” Verkaufsstrategien für die Zukunft entwickeln. Gottfried Classen: „Als ich davon hörte, war ich, nun ja, nicht unbedingt skeptisch, aber ich würde es so sagen: Meine Erwartungen waren nicht allzu hoch.”

Classen sagte dennoch zu. Und so standen eines Montags die Jungs und Mädels aus Erkelenz zusammen mit ihrem Klassenlehrer Stefan Heimes bei Fliesenmax auf der Matte. Meike Ludwigs war von der „Jugend denkt Zukunft”-Geschäftsstelle in Berlin angereist; sie sollte die als Innovationsspiel konzipierte Projektwoche moderieren.

Stefan Heimes: „Das erste, was mir Frau Ludwigs am Montagmorgen aufgab, war, ich sollte erstmal gar nichts tun. Die Schüler aber wurden gleich von ihr in Präsentationstechniken trainiert. Und am Montagabend schon war deutlich zu sehen, dass die Schüler viel sicherer geworden waren in ihrem Auftreten.”

Ziel des Innovationsspiels war es, auf der „Zukunftsmesse 2030” den neuen Beratungscomputer für Baumärkte vorzustellen. In drei Unternehmen aufgeteilt, die „CHA Fliesen GmbH”, die „ArtTEC” und die „Building Center Software”, entwickelten die Jugendlichen jeweils einen eigenen Beratungscomputer. Begleitet wurden die drei Teams von der Redaktion der „Klar.Text-Fachzeitung”, zu der sich die drei Schüler Anna Przybylski, Nicolai Moll und Celina Sodermanns zusammen geschlossen hatten. Hakan Özkan spielte den Geschäftsführer der „CHA Fliesen GmbH”.

Zusammen mit seinem technischen Leiter Christian Kledtke und Kommunikationsleiter Alexander Nebel schuf er den tragbaren Tablet-PC, der mit der Suchmaschine „Find-o-Max” und dem Baumarkt-Routenplaner „NaviMax” ausgestattet wurde. Die „Klar.Text-Fachzeitung” schreibt dazu: „Diese elektronische Beratungshilfe fragt voll automatisch jeden Einzelschritt ab, um die Beratung so kompetent wie möglich zu gestalten. Außerdem wird eine 3D-Ansicht des Raumes mit der ausgewählten Fliese ermöglicht.”

Die beiden „ArtTEC”-Chefs Dominic Klotz und Steven Cork hatten sich die Experten Alena Eggert und Kevin Maack zur Entwicklung von „TecMax” ins Haus geholt. Die Besonderheit dieses Beratungscomputers ist, dass er dem Kundenberater automatisch einen Bedarf an Zubehör vorschlägt. Florian Eisen spielte den Manager von „Building Center Software”. Unterstützt wurde er von seinen Mitarbeitern Lars Jülicher, David Hensel und Michael Dette.

Skepsis unbegründet

Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen war das Smartphone-App „Navi Center”. Mit Hilfe dieses App kann der Kunde herausfinden, in welchen Baumärkten sein Produkt erhältlich ist; gleichzeitig erhält er darüber Empfehlungen anderer Kunden, und das „Navi Center” führt ihn direkt in die richtige Abteilung des Baumarktes zum nächsten Kundenberater.

Die „Klar.Text-Fachzeitung” zieht das Fazit: „Zusammenfassend wird durch die Zukunftsmesse 2030 ganz deutlich, dass die menschliche Kundenberatung weiterhin im Fokus bleibt. Eine technische Unterstützung ist das, was die Zukunft verlangt.” Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die Jugendlichen ihre Zukunftsgedanken vor großem Publikum, darunter die Wirtschaftsförderer des Kreises und der Stadt Heinsberg, Dr. Joachim Steiner und Bert Dohmen, sowie Franz-Josef Dahlmanns vom Schulamt des Kreises und Paul-Günther Threin, Leiter des Berufskolleg Erkelenz.

Die anfängliche „Skepsis” von Gottfried Classen hatte sich schnell gelegt: „Was ich diese Woche erlebt habe, war sehr intensiv. Das war eine super tolle Woche!”
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