Hückelhoven - Mit 15 Kapitän der Crew: Die Jungen Piraten im Kreis Heinsberg

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Mit 15 Kapitän der Crew: Die Jungen Piraten im Kreis Heinsberg

Von: Joline Zaunbrecher
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Hückelhoven. „Sozialwissenschaften war eigentlich schon immer mein Lieblingsfach”, begründet Christoph Hensen sein Interesse für die Politik. Christoph ist 15 Jahre alt und seit Freitag, 24. August, Kapitän der Crew - so nennen sich die Abordnungen des Landesverbandes - der Jungen Piraten im Kreis Heinsberg.

Seit Beginn des neuen Schuljahres besucht der junge Politikinteressierte die elfte Klasse des Cornelius-Burgh-Gymnasiums in Erkelenz, das er 2014 mit dem Abitur, unter anderem im Leistungskurs Sozialwissenschaften, beenden wird.

Gemeinsam mit seinen Eltern und dem 14-jährigen Bruder wohnt er in Hückelhoven. In seiner Freizeit trifft Christoph sich mit dem Team der Schülerzeitung oder den Kameraden der Jugendfeuerwehr Hückelhoven und beschäftigt sich in Zukunft wohl häufiger mit dem Thema Piraten. „Ich denke, die Piraten werden im Laufe der Zeit immer mehr meiner freien Zeit verschlingen”, scherzt der 15-Jährige.

Den wirklichen Zugang zur Politik und vor allem zur Piraten-Partei bekam er durch seine Tätigkeit für die Schülerzeitung und mehrere Web-Blogs. „In den Herbstferien letztes Jahr habe ich für die Schülerzeitung ein Mitglied der Piraten aus Aachen interviewt. Bis dahin hatte ich mich weder mit den Ansichten dieser Partei auseinandergesetzt noch mit einer anderen sympathisiert.” Im Anschluss an das Treffen änderte sich das. Christoph beschäftigte sich zunehmend mit den Programmen der verschiedenen Parteien und dem Gedanken, ob man dem Kurs der „etablierten” Parteien blind folgen sollte. Das bereits vorhandene Interesse an politischen Themen verwandelte sich langsam in ein kritisches Betrachten und Bewerten.

Besonders die Europa-Politik beobachtet Christoph verstärkt. „Das was da im Moment abgeht, ist für mich nicht mehr zu verstehen. Wenn ich an Themen wie den Fiskalpakt denke, mache ich mir Sorgen, dass uns die Basis der Demokratie, also dass Entscheidungen durch vom Volk gewählte Vertreter getroffen werden, abhanden kommt. Da gibt es das gewählte Parlament, den Präsidenten; da gibt es aber auch die Kommissare und die Kommission - wer da für was genau zuständig ist, wer weiß das schon? Womöglich entscheiden dort Leute darüber, welche Länder Geld von uns bekommen, die gar nicht direkt von den Bürgern gewählt wurden.”

Ganz allgemein sei das Interesse der Jugendlichen an Politik in den letzten Jahren gestiegen, meint Christoph. „Die Leute in meinem Alter haben jedoch noch zu große Hemmungen, offen darüber zu sprechen.” Er nicht - deswegen will der junge Politiker nun auf die Altersgenossen im Kreis Heinsberg zugehen, ihnen die Hemmungen nehmen und sich auch für deren Interessen einsetzen.

Dass die Jungen Piraten die Anliegen der Jugendlichen besonders ernst nehmen, ist allein daran zu erkennen, dass man innerhalb der JuPis bereits ab sieben Jahren die „Vorgesetzten” wählen kann.

Gern begrüßen Christoph und seine Kollegen interessierte Jugendliche als neue Crew-Mitglieder.
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