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Mineralien- und Bergbaumuseum: Nicht größer, aber viel moderner

Von: syn
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Der stellvertretende Bürgermeister Dieter Geitner gratuliert Matthias Schmitz zum gelungenen Umbau des Museums. Foto: Schneider

Hückelhoven. Das Mineralien- und Bergbaumuseum an der Ludovicistraße ist nach einer Umbaupause wieder geöffnet. Der vordere Ausstellungsraum wurde von den Mineralienfreunden in Eigenleistung renoviert.

Mit einer Fernbedienung schaltete der Vorsitzende Matthias Schmitz die Halogenlampen in den neuen Vitrinen an, und die Mineralien erstrahlten in neuem Glanz. „So haben wir die Möglichkeit, die Exponate ganz anders in Szene zu setzen”, betonte er bei der Wiedereröffnung am Samstag.

Hinter den Mineralienfreunden liegen einige Wochen Arbeit. Neben den neuen Vitrinen wurden die Decken im Eingangsbereich und im vorderen Schauraum erneuert. „Wir können zwar nicht größer werden, aber moderner”, erklärte Schmitz. Ein Teil der bisher ausgestellten Mineralien wird eingemottet, damit der Rest in gebührender Form präsentiert werden kann.

Die Sammlung des Museums sei zumindest im Kreis einzigartig, betonte Schmitz. Die meisten der Mineralien stammen aus Deutschland. Doch auch Exponate aus Afrika, Südamerika und dem Osten Europas werden ausgestellt. Dazu kommt eine beachtliche Anzahl von Fossilien, die größtenteils aus der heimischen Erde stammen.

Der Verein hat rund 130 Mitglieder und betreibt das Museum seit 1997.

Neben dem Engagement der Mineralienfreunde sei der Erfolg des Museums auch auf die Hilfe der Stadt zurückzuführen, die unter anderem durch die Bereitstellung der Kellerräume des Jugendamtes an der Ludovicistraße und durch andere Vergünstigungen zum Erhalt beitrage, lobte Schmitz. Auch als ein Raum für die Steinbearbeitung nötig wurde, konnte die Stadt helfen und stellte einen Raum auf dem Gelände zur Verfügung. Dort können interessierte Besucher jeden Mittwoch Hand anlegen, um die glitzernden und funkelnden Kleinode aus dem Stein zu befreien.

Ein Angebot, das auch gerne von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen wird, wie Werner Wrobel von den Mineralienfreunden betonte.

Franz Sonnen vom Förderverein Schacht 3 war erschienen, um den ehemaligen Kollegen seinen Glückwunsch auszusprechen. Das Mineralien- und Bergbaumuseum bezeichnete er als „eindrucksvollen Beweis dafür, was entstehen kann, wenn sich engagierte Menschen einsetzen”. Der Förderverein und die Mineralienfreunde wurden etwa zur selben Zeit gegründet. Anfangs, so erinnerte er sich, habe man eine Konkurrenz befürchtet, die sich jedoch nicht bewahrheitete.

„Das Museum ist unser drittes Kind”, betonte die Ehefrau des Vorsitzenden, Elfriede Schmitz. Gemeinsam stecken sie jede freie Minute in „ihr” Museum, das zu einem Treffpunkt für Mineralienfreunde aus der gesamten Region heranwächst. „Hoffentlich müssen wir bis zur nächsten Renovierung nicht wieder einige Jahre warten”, erklärte sie. „Schließlich werden wir alle nicht jünger.” Ihr Mann ist da etwas optimistischer. Er geht von rund zwei Jahren aus, bis die nächsten Räume angegangen werden können.
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