Meisterkonzert: Viel Beifall für Kurpfälzisches Kammerorchester

Von: ulla
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Ausklang der Spielzeit 2013/14: Das Kurpfälzische Kammerorchester Mannheim spielte in der Erkelenzer Stadthalle zum Meisterkonzert der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg auf. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Joseph Haydn und Carl Philipp Emanuel Bach ging in der Erkelenzer Stadthalle die Spielzeit 2013/14 der traditionellen Konzertserie zu Ende.

Mit der Einladung des Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim hatte es die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg wieder einmal verstanden, der Bezeichnung Meisterkonzert alle Ehre zu machen. Zum wiederholten Mal war das Orchester aus der Pfalz, ein Nachfolger der Kurpfälzischen Hofkapelle aus dem 18. Jahrhundert, in Erkelenz zu Gast.

Und auch neuerlich führte Georg Mais in gewohnter, mit schauspielerischen Elementen durchsetzter Art in die einzelnen Werke ein und dirigierte seine Musiker, wobei er mit starken Impulsen und gut ausdifferenzierten Wechseln zwischen piano und pianissimo den Geist der jeweiligen Stücke zum Klingen brachte.

Das Konzert begann mit der Sinfonie für Streicher e-Moll Nr. 3 von Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), dem früh vollendeten Wunderkind und Großen der Romantik. Die drei Sätze mit den bewegenden Gefühlen erhielten ihren besonderen Reiz durch den äußerst harmonischen Wechsel zwischen der Solovioline und dem Orchester. Fast ist man geneigt zu sagen, dass sich bei diesem Stück eine geradezu zauberhafte Stimmung ausbreitete.

Es folgte von Joseph Haydn (1732-1809) das Violinkonzert C-Dur Nr. 1, in dem der junge Geiger Richard Polle seine virtuosen Fähigkeiten auch mit hohen Ansprüchen an das technische Können voll entfalten konnte, was vom Publikum mit dankbarem und lang anhaltendem Beifall honoriert wurde.

Nach der Pause dann zunächst von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) die Sinfonie für Streicher und Basso continuo A-Dur mit vielen Überaschungsmomenten in Rhythmik und Harmonik. Der zweitälteste Sohn und Schüler seines berühmten Vaters Johann Sebastian hätte wohl die Aufführung seines Werkes in der Erkelenzer Stadthalle als besonderes Geschenk zu seinem 300. Geburtstag empfunden. Dies wohl auch deshalb, weil er lange Jahre zu Unrecht im Schatten seines Vaters gestanden hatte.

Das Konzert endete mit einem weiteren Werk von Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie für Streicher D-Dur Nr. 2, die manchmal an Haydn, Mozart und Händel erinnerte, aber schon den ureigenen Stil eines großen Komponisten erkennen ließ.

Als Zugaben waren zu hören nach dem Violinkonzert der 3. Satz aus Telemanns Don Quichotte und am Ende das Divertimento KV 137 von Mozart.

Der starke Beifall und die Blumen galten nicht nur den Zugaben, sondern dem gesamten Konzert. Und mancher Zuhörer wird sich wohl schon freuen auf die nächste Spielzeit der VHS-Meisterkonzerte.

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