Hückelhoven - Mehr Fragen als Antworten für Pax Christi

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Mehr Fragen als Antworten für Pax Christi

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Hückelhoven. „Der Friede ist die Frucht der Gerechtigkeit.” So heißt es beim Propheten Jesaja; und diese Maxime könnte die einzige Lösung sein für die hoffnungslos verfahrene Situation im Heiligen Land.

Wo vor allem die Menschen in den von Israel besetzten Gebieten unter den Folgen eines Konfliktes leiden, der eigentlich schon seit Beginn der Gründung des Staates Israel besteht.

„Frieden im Heiligen Land - eine Utopie? Die Situation in Palästina ein Jahr nach dem Krieg in Gaza”, so hieß der Titel einer Veranstaltung der Pax-Christi-Gruppe Hückelhoven im Pfarrzentrum Burg. Referentin war Wiltrud Roesch-Metzler, Vizepräsidentin von pax-christi Deutschland, eine profilierte Kennerin der Region und der Ereignisse dort; sie hat sowohl Israel als auch die Gebiete der Palästinenser häufig besucht und konnte sich so vor Ort ein Bild machen von den offenbar heillosen Zuständen, geprägt von Gewalt und Gegengewalt und düsteren Aussichten für die Zukunft.

Mit großem Mut und bewundernswerter Geduld kämpfen israelische und palästinensische Friedens- und Menschenrechtsgruppen für eine gemeinsame Zukunft beider Völker, in der beide Heimatrecht, Selbstbestimmung und gerechte Entwicklungsmöglichkeiten haben. Gemeinsam fordern sie ein Ende der völkerrechtswidrigen Besatzung und Siedlungspolitik. Sie wehren sich gegen Landenteignungen und die Zerstörung von Häusern und Olivenhainen und üben gewaltlosen Umgang mit dem Konflikt ein.

Die Referentin zitierte ausführlich den so genannten Goldstone-Bericht, der zahlreiche Verstöße gegen das Menschen- und Kriegsvölkerrecht während des Gaza-Konfliktes auf beiden Seiten untersuchte und festhielt. Im zweiten Teil ihrer Ausführungen stellte Roesch-Metzler die Situation im Gaza-Streifen anhand einer Power-Point-Präsentation dar. Deren Fazit: Die Lage der dort lebenden Menschen ist mit „verheerend” noch beschönigend umschrieben. Was bleibe, sei die Unterstützung der örtlichen Friedensgruppen und nach Möglichkeit die Aufforderung an die eigene Regierung, Israel von seiner Besatzungspolitik, dem Siedlungs- und Mauerbau abzubringen und sich nicht mir der besonderen Verantwortung für den jüdischen Staat herauszureden. Berechtigte Kritik habe nichts mit Antisemitismus zu tun. Die Zuhörer im gut besetzten Burg-Saal waren sich am Ende der informativen Veranstaltung einig: Die Probleme sind nicht am Ende; es gibt mehr Fragen als Antworten.
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