Mehr Energie mit „Durchwachsener Silphie”?

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Als Kulturpflanze namens „Dur
Als Kulturpflanze namens „Durchwachsene Silphie” auch ein Energieträger: Stefan Erfurth, Geschäftsführer der Gangelter Biogasanlage, mit Landwirt Willi Dahlmanns auf dem Versuchsfeld.

Gangelt. Die „Durchwachsene Silphie” (Silphium perfoliatum) ist ein Versuch. Angepflanzt hat das Gewächs die Betreibergesellschaft der Biogasanlage in Gangelt. Sie unterhält in der Gemeinde auf einer Fläche von gerade 0,75 Hektar ein Testfeld mit der Pflanze zur Energiegewinnung.

Ziel dieser Pflanzung ist es, so das Unternehmen, eine alternative Pflanze zu finden, die neben dem Mais die Energie für Biogasanlagen bereitstellen kann. Damit soll auf der einen Seite die Energieversorgung der Biogasanlage gesichert und auf der anderen Seite ein Beitrag zur Fruchtvielfalt auf den Feldern der Region geleistet werden.

Wirtschaftlich betreiben

Bisher wurden zur Energiegewinnung in der Anlage der BioGanS überwiegend Mais sowie Rindergülle eingesetzt. Wegen Schädlingen, die regional die Maisproduktion beeinträchtigen, und der Konkurrenz von Rohstoffen zueinander ist die Etablierung von alternativen Rohstoffen ein absolutes Muss, um eine Biogasanlage langfristig sicher und wirtschaftlich zu betreiben, heißt es.

Bei der Suche nach Alternativen ist man in Gangelt schnell auf die „Silphie” aufmerksam geworden. Sie ist eine gelb blühende Pflanze mit einer Größe von etwa 250 cm. Zu erkennen ist die Pflanze an Ihren viereckigen Stängeln und großen, einander gegenüber angeordneten Blättern, die eine Art Becher bilden, durch welchen die Pflanze Tauwasser aufnehmen kann. Dadurch ist die „Silphie” eine Pflanze die besonders gut auf trockenen Standorten gedeiht.

Besonderes Merkmal ist, dass es sich hier - im Gegensatz zu Mais oder Getreide - um eine mehrjährige Pflanze handelt, welche sich mindestens zehn Jahre lang ernten lässt. Vom Trockenmasseertrag und vor allem bei dem für Biogasanlagen interessanten Methanertrag steht die „Silphie” dem Mais in nichts nach; so die Aussage aus ersten Versuche der Landwirtschaftskammer Thüringen. Neben den erhofften positiven Effekten für die Biogasgewinnung ist die „Silphie” auch eine Bereicherung für die heimische Flora und Fauna. Ab Juli beginnt die leuchtend gelbe Blüte der „Silphie”, die entfernt an eine Sonnenblume erinnert.

Die ersten Versuche haben gezeigt, dass in dieser Zeit das Gewächs eine ganz besondere Anziehungskraft auf Bienen hat die, dann an dieser Pflanze auf Nektar-Suche gehen.
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