Hückelhoven-Doveren - Meditiation zur Fastenzeit mit Musik und Kunst

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Meditiation zur Fastenzeit mit Musik und Kunst

Von: hl
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Hückelhoven-Doveren. „Effata - öffne dich”, unter diesen Ausspruch Jesu aus dem Markusevangelium, wo er einen Taubstummen heilt, hatte der Kirchenchor Cäcilia Doveren eine Meditation zur Fastenzeit gestellt, zu der er in die Pfarrkirche St. Dionysius eingeladen hatte.

Ergänzt wurden die Texte und Lieder mit Werken des Mönchengladbacher Künstlers Wolfgang Franken. In ihrer einleitenden Begrüß-ung wies Johanna Schlömer, die geschäftsführende Vorsitzende des Chores darauf hin, dass die Menschen im Alltag mehr oder weniger häufig taub und stumm seien, sowohl gegenüber anderen als auch gegenüber sich selber. Die Fastenzeit biete die Chance, sich von Gott berühren zu lassen und so sich auch anderen mitzuteilen.

Zu diesem Offen-Werden sollten Texte von Dorothee Sölle, Huub Osterhuis, Waltraud Weiß und Pierre Stutz verhelfen. Darin ging es vor allem auch darum, zuerst einmal ein eigener und selbst bestimmter Mensch mit eigenem Standpunkt zu werden, keine Kopie. Und diese, wenn man so will, nach der Geburt zweite Menschwerdung braucht nach der Meinung der Autoren ein ganzes Leben zum Wachsen. Unter der Leitung von Ulrike Minkenberg sang der kleine (aber feine) Kirchenchor Cäcilia Lieder und Chorsätze, die das Motto der Meditations-Texte vertieften und erweiterten. „Suchen und fragen, hoffen und sehn, miteinander glauben und sich verstehn” kann ja nicht nur eine Lebensmaxime für Christenmenschen sein.

Die Dirigentin am Klavier und Tochter Lea am Cello spielten das Stück „Abends” des Komponisten und Cellisten Wolfgang Zamastil. Nach den Vorträgen und dem Gesang gab es Gelegenheit, mit Wolfgang Franken zu sprechen und sich mit seinen Kunstwerken auseinanderzusetzen. Unter dem Titel „Entfaltete Materie” zeigte der Künstler, was in einfachen Holzklötzen stecken kann, die eigentlich verbrannt werden sollten. Bildunterschriften wie „Zachäus steigt vom Baum”, „Arche Noah, Spuren der Tiere und Ölzweig”, „Brennender Dornbusch”, „Elias”, „Emmaus”, „Vertreibung aus dem Paradies” und andere zeigten, dass es außer den normalen Realitäten unseres Alltags Wirklichkeiten gibt, die über diesen Alltag hinausweisen.

Und ganz zum Schluss der die vielen Besucher zum Nach- und Weiterdenken anregenden Veranstaltung folgte man der Aufforderung des Engels an den Propheten Elija, wie sie im ersten Buch der Könige zu lesen ist: „Steh auf und iss, sonst ist der Weg zu weit für dich.” Es gab nämlich Kaffee und Kuchen; auch ein Hinweis darauf, dass der Mensch eben aus Leib und Seele besteht. Wird einer der beiden „Teile” über- oder unterbetont, entsteht eine Schieflage.
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