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Maria verschafft sich seit 600 Jahren eindrucksvoll Gehör

Von: anna
Letzte Aktualisierung:
Seit 600 Jahren läutet Maria
Seit 600 Jahren läutet Maria im Turm der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Wegberg. Die Glocke hat alle schweren Zeiten und Kriege unbeschadet überstanden. Foto: Anna Thomas

Wegberg. Sie ist 90 Zentimeter groß, wiegt dabei aber 1200 Kilogramm. Maria heißt die Glocke im Turm der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Wegberg, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiert. Genau 600 Jahre ist sie alt.

„Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnade, ich verkünde euch eine große Freude, o König der Herrlichkeit, komm mit deinem Frieden”, so lautet die Übersetzung ihrer lateinschen Inschrift. Einem Sachverständigen aus Utrecht zufolge soll die Glocke von einem Meister aus Hertogenbosch gegossen worden sein.

Insgesamt beherbergt die Pfarrkirche sechs Glocken, von denen eine sogar aus dem 12. Jahrhundert stammt. „Wegberg besitzt nicht die größten, aber sicherlich die interessantesten Glocken in NRW”, berichtet Fred Hastenrath, der sich seit Jahrzehnten in Wegberg als Orts- und Kirchenhistoriker betätigt und bereits seit mehr als 30 Jahren im Kirchenvorstand aktiv ist.

Zwei Glocken wurden im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Dafür kamen Ostern 1959 zwei neue hinzu. „Maria hat immer geläutet”, erklärt Hastenrath, „auch in schweren Zeiten.” Dabei schlägt sie mit dem Ton D „d”+4.

Nachdem Messdiener die Gläubigen mit einem eigenen Glockenbeiern empfangen hatten, rückte Pfarrer Huu Duc Tran die Glocke auch in den Mittelpunkt seiner Predigt anlässlich der heiligen Messe zum Glockengeburtstag.

„Glocken geben dem Alltag Struktur. Sie sind ein unüberhörbarer Hinweis auf den großen Horizont, der hinter unserem Leben steht und der es trägt”, betonte er. „Eine Glocke weist den Menschen ein in die Melodie Gottes in seinem Leben.”
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