Mangel an Fachkräften? Nicht bei Frauenrath!

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:
30. Auflage des Forums von Ind
30. Auflage des Forums von Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen und Aachener Zeitung: Moderiert von Bernd Büttgens, dem stellvertretenden AZ-Chefredakteur (rechts in der Mitte), stellten die Brüder Jörg (rechts hinten) und Gereon Frauenrath ihr Unternehmen vor. Foto: Andreas Herrmann

Aachen/Heinsberg. Mit ihrem frischen, spritzigen Imagefilm stimmten die Geschäftsführer Gereon und Jörg Frauenrath auf die 30. Auflage des Forums von Industrie- und Handelskammer Aachen und Aachener Zeitung ein. Eine flotte Idee der Heinsberger Unternehmensgruppe Frauenrath, die bestens ankam.

Natürlich war mit den aussagekräftigen Bildern und Kommentaren längst nicht alles gesagt, wie der kraftvolle Kurzvortrag von Gereon Frauenrath und die Gesprächsrunde der beiden Brüder mit Bernd Büttgens, dem stellvertretenden Chefredakteur unserer Zeitung, eindrucksvoll bewies.

Und dabei wurden die beiden dynamischen Chefs nicht müde zu betonen, dass sie den Erfolg ihres Familienunternehmens nur einem Fakt zu verdanken hätten - ihrem Team von mittlerweile gut 450 Mitarbeitern, von denen viele schon seit Jahrzehnten in Diensten von Frauenrath stehen. „Wir von Frauenrath”, heißt das dazu passende Motto für die hochqualifizierten Fachleute.

„Perfektes Zusammenspiel”

„Die Kolleginnen und Kollegen stellen den einzigen und ausschlaggebenden Wert des Unternehmens dar”, fügte Gereon Frauenrath an. „Erfolg wird nur durch perfektes Zusammenspiel von Kaufleuten und Technikern generiert.” Dazu gehöre, „sich ständig zu hinterfragen” und gegebenenfalls das Unternehmen neu auszurichten. Und wenn andernorts über fehlende Fachkräfte, über Mangel an Ingenieuren geklagt wird, können die Frauenraths überzeugend betonen, dass sie solche Sorgen nicht umtreiben. Natürlich wird auch viel dafür getan, um als Arbeitgeber attraktiv zu wirken. Da wird etwa die „Lernpartnerschaft” mit dem Heinsberger Gymnasium gepflegt, zudem gibt es intensive Kontakte zu anderen Schulen.

Selbst Hochschulabsolventen - meist von der „klassischen Bauleiterschmiede”, der Aachener Fachhochschule - nehmen dankend die Chance in Anspruch, in den ersten anderthalb Jahren alle Sparten der Unternehmensgruppe kennenzulernen, von der dominierenden Bausparte bis zum Landschaftsbau und Recycling. Apropos: Nachhaltigkeit ist ein Stichwort, das bei Frauenrath mit Leidenschaft „gelebt” wird. Dafür steht auch die Photovoltaikanlage auf den Firmendächern, die genug Strom für rund 300 Haushalte produziert.

Die Gruppe versteht sich als Komplettanbieter rund ums Bauen. Mehr als 50 Baustellen werden täglich „mit Mannschaftsgeist und Erfahrung” abgearbeitet. Für den Erfolg müsse viel getan werden, da falle einem nichts in den Schoß, bekannte Jörg Frauenrath. Und das heißt auch: Selbst wenn bei öffentlichen Aufträgen alles zur Zufriedenheit der Partner gelaufen ist, müsse sich das Unternehmen bei erhofften Folgeaufträgen wieder dem harten Ausschreibungsverfahren stellen - in der vagen Hoffnung auf den Zuschlag.

Doch meist ist die Mühe vergeblich: Nur etwa 15 Prozent aller ausgefeilten Konzeptionen führen zum Erfolg - der große Rest verschwinde leider im Papierkorb, bedauert Gereon Frauenrath. Damit gehe auch „Herzblut” verloren, wie er bekannte. Doch ohne engagierte Einstellung habe man praktisch keine Chancen. „Leider ist zu oft der Preis ausschlaggebend.” Doch ob dies „am Ende auch volkswirtschaftlich sinnvoll” sei, „darf man hinterfragen”, statt mehr die Qualität zu berücksichtigen. Stattdessen sei in den letzten 20 Jahren der Druck, das billigste Angebot zu nehmen, gewachsen.

Die Kommunen versuchen zunehmend, aus ihren finanziellen Zwängen auch mit „PPP-Projekten” herauszukommen - Partnerschaften zwischen öffentlichen Institutionen und privaten Unternehmen. Frauenrath hat bislang elf solcher Projekte realisiert, darunter eine Feuerwache in Dortmund. Solch ein Bauvorhaben wird entwickelt, geplant, gebaut - und dann teils auch über Jahrzehnte betrieben, zu festen Konditionen für die Kommunen, womit alle denkbaren Eventualitäten also weit im Voraus abgedeckt werden müssen. Solche Aufträge hätten bislang „viel Spaß gemacht, verlangen uns aber auch mehr ab”, so Gereon Frauenrath, „statt einen Einheitspreis pro Kubikmeter Beton zu kalkulieren.” Ein zukunftsträchtiges Geschäft, das spürbar weiter wachsen dürfte.

Beim Campus Aachen dabei

Gut zu tun hat die Bausparte von Frauenrath derzeit auch bei einem Top-Projekt, der Erschließung des Aachener Hochschul-Erweiterungsgeländes Campus Melaten. Das bedeutet ein Zehn-Millionen-Euro-Auftrag fast direkt vor der Haustür der Heinsberger. „Wir sind besonders froh, bei einem Projekt, das weit über die Region hinausstrahlt, beginnen zu dürfen”, so Gereon Frauenrath. Wie gesagt, der „Fuß ist in der Tür”, aber um lukrative Folgeaufträge muss weiter gekämpft werden. Den ehrgeizigen Frauenrath-Brüdern mit ihrer stolzen Unternehmenstradition ist nicht bange davor.

Sie sind der ganze Stolz von Vater Arnd, wie er auf Fragen von Bernd Büttgens bekannte und der die Gruppe aus bescheidenen Anfängen zur heutigen Größe geformt hat. Jahrzehnte war Arnd Frauenrath in der Verbandsarbeit der Bauwirtschaft bis zur Bundesebene engagiert. Ein Netzwerker, der die Verantwortung im eigenen Haus gerne an seine Söhne weitergeben hat und sich aus dem operativen Geschäft „raushält”.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert