Liberale setzen auf knackige, klare Aussagen

Von: gs
Letzte Aktualisierung:
7417522.jpg
Bei den Liberalen in Gangelt: Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (2.v.r.), die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, wurde begrüßt von ­Stefan Lenzen (rechts) sowie René Stegemann, Dr. Klaus Wagner und Lia Görtz (von links). Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Zu alter Stärke zurückführen möchte Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Freien Demokraten. Das gehe nicht von heute auf morgen, machte die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und Bürgermeisterin von Düsseldorf bei einem Besuch in Gangelt klar.

„Wir müssen uns nicht verstecken, sondern uns neu sortieren“, ließ Strack-Zimmermann die Zuhörer im Haus Hamacher wissen. Dort war sie von der Gangelter FDP-Vorsitzenden Lia Görtz und dem Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, René Stegemann, sowie vom Kreisvorsitzenden Dr. Klaus Wagner und vom Kreisfraktionsvorsitzenden Stefan Lenzen begrüßt worden.

„Bund und Land wälzen immer mehr Aufgaben auf die Kommunen ab, bieten aber keine Lösungen an, wenn es um die Gelder geht, die dafür zur Verfügung gestellt werden sollen“, sagte Görtz und nannte als Beispiele ­Inklusion, Schulpolitik und Kitas, die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. „Wir verstehen unsere Kommunalpolitik als Fundament für die Landes- und Bundespolitik.“ Vor Ort wisse man, was die Bürger wünschen würden. Görtz: „Wir haben manchmal das Gefühl, dass man auf Landes- und Bundesebene auf einem anderen Planeten lebt.“

Strack-Zimmermann konnte die Bedenken der Kommunalpolitiker nachvollziehen, schließlich wird sie als Bürgermeisterin täglich damit konfrontiert. „Die kommunale Selbstverwaltung steht kurz vor dem Kollabieren.“ Wenn Kommunen kaputtgingen, sei auch der Staat am Ende. Dies habe schon Theodor Heuss gesagt. „Es geht nicht, dass Land, Bund und auch die EU uns immer mehr Dinge aufbürden.“ Strack-Zimmermann gab aber auch ein klares Bekenntnis zu ­Europa ab. Freiheit ohne Grenzen sei ein hohes Gut. An ihre Parteikollegen richtete sie die Botschaft, dass diese jetzt Rückgrat zeigen müssten. „Wir müssen knackige, klare Aussagen machen, weg vom Geschwafel“, mahnte sie an. Man müsse es nicht jedem recht machen, sondern gradlinig und direkt die Meinung vertreten. Das komme beim Bürger an.

Ein wichtiger Punkt – neben Gesellschaft und Wirtschaft – sei das Soziale. Auch mit der Sozialpolitik müssten die Menschen die FDP in Verbindung bringen. Strack-Zimmermann: „Wir sind eine Partei der Individuen.“ Bei Kommunalwahlen würden starke Persönlichkeiten gewählt. Im Bund Rot-Schwarz, im Land NRW Rot-Grün – gerade jetzt biete sich eine große Chance für die Liberalen. „Wir können liberale Politik pur machen“, so die 56-Jährige. Sie konnte mit Maarten van Gaans einen Vertreter der niederländischen Liberalen D 66 im Haus Hamacher begrüßen. „Vom vorbildlichen Bildungssystem in den Niederlanden kann sich Deutschland eine Scheibe abschneiden“, so Dr. Marie Agnes Strack-Zimmermann. Ihre beiden Söhne hätten in den Niederlanden studiert.

Zum Schluss machte sie klar: „Wir Kommunalpolitiker sind die Basis dieser Partei. Der Aufbau beginnt von unten nach oben, und nicht umgekehrt.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert