Lebenshilfe startet in Erkelenz durch

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Voll im Plan: Der Neubau der Lebenshilfe in Erkelenz wird im Herbst bezogen. Foto: Koenigs

Erkelenz. Der Anlass des Treffens von Vertretern der Lebenshilfe für den Kreis Heinsberg und des Stadtmusikbundes Erkelenz im entstehenden Haus der Lebenshilfe an der Ecke Wilhelmstraße/Südpromenade war ein erfreulicher.

Die Vorsitzende des Stadtmusikbundes, Karin Heinze, und ihr Vorstandskollege Gerd Quedenbaum überreichten Jakob Winkels, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe, einen Spendenscheck von rund 1000 Euro. Der Betrag war zusammengekommen beim Benefizkonzert, das der Stadtmusikbund in der Pfarrkirche St. Cosmas und Damian in Holzweiler zugunsten der Lebenshilfe veranstaltet hatte.

Zum großen Gelingen dieses Konzertes und zum finanziellen Erfolg trug auch der Auftritt der Rockband der Lebenshilfe bei, bei dem der musikalische Funke sofort auf das begeisterte Publikum übersprang. So galt Heinzes Dank den Musikern der Lebenshilfe, derweil Winkels das Engagement der Stadtmusikbundes Erkelenz lobte und sich dafür bedankte.

Nicht ohne Grund hatten sich Spender und Beschenkte in der Baustelle der Lebenshilfe im Herzen von Erkelenz getroffen. Das Spendengeld soll nämlich, wie einer der zukünftigen Bewohner, das Heimbeiratsmitglied Josef Giebels, sagte, für die Inneneinrichtung des neuen Hauses verwandt werden. In knapp fünf Monaten ist es so weit, dann kann das Haus der Lebenshilfe bezogen werden. „Wir sind voll und ganz im Zeitplan und auch im Finanzplan”, sagte Winkels. „Im Herbst stehen die Wohnungen bereit für die 27 Bewohner.”

Zum großen Teil ziehen sie um aus einer aufgegebenen Wohnstätte in Wassenberg. Außerdem gibt es einige zusätzliche Plätze für betreutes Wohnen. Mit diesem Haus hat die Lebenshilfe endlich Fuß gefasst in Erkelenz. In Erkelenz war sie vor über 25 Jahren im damaligen Hotel Zum Schwan gegründet worden.

An seiner Stelle an der Schülergasse sollte ein Haus für betreutes Wohnen der Lebenshilfe entstehen. Doch ist dieses Investorenprojekt nach dem ersten Spatenstich nicht realisiert worden, die Baustelle liegt brach. Jetzt soll es endlich Ersatz für die damals geplanten acht Wohnungen geben.

Ein Investor aus Erkelenz baut für die Lebenshilfe ein Haus mit acht Wohnungen von jeweils 52 Quadratmeter im Bongert. Bereits am Donnerstag soll es dort losgehen. Nach einer Information der Lebenshilfe sollen dort behinderte Menschen eine neue Heimat finden, die relativ selbstständig leben können und keine permanente Betreuung benötigen. Einige der Menschen, die in den Neubau an der Schülergasse ziehen wollten, hoffen nun darauf, am Bongert in Erkelenz heimisch zu werden.

Doch entwickelt sich Erkelenz nicht nur als Wohnstätte für von der Lebenshilfe betreute Menschen. Erkelenz soll auch Arbeitsstätte für diese Menschen werden. So hat die Lebenshilfe im Gewerbe- und Industriepark Commerden inzwischen 9600 Quadratmeter erworben. Dort wird, wie Winkels erläuterte, eine Werkstätte entstehen, in der die Behinderten tätig werden können.

In unmittelbarere Nachbarschaft im Gipco entstehe eine zweite Werkstätte, so Winkels, gebaut von Prospex. Diese Einrichtung ist ein Gemeinschaftswerk der Lebenshilfe für den Kreis Heinsberg und der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf. In dieser Werkstätte sollen Menschen mit psychischer Behinderung eine Arbeit finden.
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