Radarfallen Blitzen Freisteller

Lebenshilfe: „Die kleinen Kinder waren gleich integriert”

Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Seit Beginn des neuen Kindergartenjahres bieten die integrativen Kindertagesstätten der Lebenshilfe für Behinderte im Kreis Heinsberg in Oberbruch und Geilenkirchen die Betreuung von Kindern unter drei Jahren an - auch für Kinder mit Förderbedarf.

„Es ist beeindruckend, wie die größeren Kinder in unserer Kita die neuen Kleinen gleich mit ins Spiel einbeziehen. Sie nehmen viel Rücksicht und geben geduldig Hilfestellung, wenn etwas nicht gleich klappt”, erklärte Mirjam Sonnenschein, Pädagogin in der Kindertagesstätte in Oberbruch.

Der Ausbau dieser U3-Betreuungsplätze ist im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) verankert. Immer mehr Eltern hätten den Wunsch, Familie und Beruf zu vereinbaren, und aus diesem Grund solle die Anzahl der U3-Plätze in Kindertageseinrichtungen und bei Tageseltern im Kindergartenjahr 2009/2010 auf insgesamt 86.000 erhöht werden, so das NRW-Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration.

Insgesamt acht U3-Plätze wurden zu Beginn des neuen Kindergartenjahres zunächst in den beiden integrativen Kitas der Lebenshilfe installiert - mit einer Besonderheit: „Im Kinderbildungsgesetz ist der Rechtsanspruch für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren zwar verankert, jedoch fehlt die Einbeziehung von Kindern mit Förderbedarf. Hier haben wir uns stark gemacht und setzen uns dafür ein, dass alle Kinder unter drei Jahren, egal ob mit oder ohne Förderbedarf, einen Kita-Platz erhalten können”, so Birgit Roye, Leiterin in Geilenkirchen.

Deshalb nehmen beide Kindertagesstätten der Lebenshilfe teil an einem Modellprojekt des Landesjugendamtes. Die Hälfte der U3-Plätze werden Kindern mit Förderbedarf angeboten.

In den kommenden Monaten soll mit dem Landesjugendamt geprüft werden, ob und in welchem Rahmen das U3-Angebot für Kinder mit Förderbedarf Erfolg haben kann - mit dem Ziel, den rechtlichen Anspruch auf einen U3-Platz auch für Kinder mit Förderbedarf zu erweitern.

„Die kleinen Kinder waren gleich am ersten Tag im Alltag der Kita integriert, Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen spielen hier überhaupt keine Rolle, ebenso wenig das Alter. Im Gegenteil, Kinder lernen mehr und schneller von anderen Kindern als von Erwachsenen. Außerdem nehmen die älteren Kinder mehr Rücksicht auf die kleineren Kinder. Hier lernen beide Gruppen, größere und kleinere Kinder, voneinander”, stellte Birgit Roye fest.

Mit Erfolg haben sich alle neuen Kleinkinder in der Kita eingelebt - was auch an der engen Zusammenarbeit der Eltern und Pädagogen liegt. Jetzt bereits ist absehbar, dass die U3-Plätze bei der Lebenshilfe deutlich ausgebaut werden müssen, da der Bedarf höher ist als das derzeitige Platzangebot.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert