Lebenshilfe-Apfelsaft: „Nicht zu süß, einfach lecker”

Von: anna
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Beim Apfelfest: Mit Karl-Heinz
Beim Apfelfest: Mit Karl-Heinz Plum (l.), Edgar Johnen (r.) und Mitarbeitern der Lebenshilfe pflanzte Bürgermeister Wolfgang Dieder einen Apfelbaum. Foto: A. P. Thomas

Kreis Heinsberg. Zwei Tonnen Äpfel und am Ende eines für die Mitarbeiter der Lebenshilfe-Werkstatt in Heinsberg arbeitsreichen Tages rund 1500 Liter frisch gekelterter Apfelsaft mit Namen „Heimatgold”: Das sind nur die Eckdaten des Apfelfestes der Lebenshilfe Heinsberg, das viele kleine und große Besucher zählte.

„Wettermäßig sind wir eine Woche zu spät”, bedauerte Lebenshilfe-Geschäftsführer Edgar Johnen in seiner Begrüßung. Aber Obstkelterer Julius Dahmen aus Dalheim hatte zwischen seiner mobilen Apfelpresse und der Werkstatt eine Plane gespannt, sodass die Arbeit trotz des stürmischen und regnerischen Wetters doch noch relativ trocken vonstattengehen konnte.

Insgesamt erreiche die Lebenshilfe über Mitarbeiter und deren Angehörige rund 10.000 Menschen in der Region. Und die hätten für das Fest alle fleißig Äpfel gesammelt, erklärte Johnen zur Herkunft des Keltermaterials, das sich in Holzkisten vor der Werkstatt stapelte.

Die Äpfel wurden gewaschen, gehäckselt und dann mit einem Druck von 25 Tonnen der Saft aus ihnen herausgepresst. Auf 78 Grad Celsius erhitzt, steril in Fünf-Liter-Beutel abgefüllt und in Kartons verpackt, ist er jetzt zwei Jahre haltbar. Selbst ein geöffneter Beutel sei drei Wochen lang genießbar, erklärte Dahmen.

Aber so lange wird der Saft sich sicherlich in keinem Beutel verstecken können. Der 2011er Jahrgang, der jetzt bei der Lebenshilfe in den Verkauf geht, schmeckt hervorragend. Da waren sich alle Teilnehmer des Festes sicher. „Nicht zu süß, einfach lecker”, schwärmte auch Bürgermeister Wolfgang Dieder, der nicht ohne Grund gekommen war.

Gemeinsam mit Mitarbeitern der Werkstatt pflanzte er direkt vor dem Café der Begegnung einen Apfelbaum, genauer einen Rheinischen Bohnapfel. Diesen hatte Karl-Heinz Plum aus Unterbruch, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) anlässlich des Apfelfestes gestiftet.

„Apfelsaft ist eine meiner Leibspeisen”, verriet Dieder dabei, bevor er sich zusammen mit Mitarbeitern, eigens angereisten Kindergartenkindern und vielen weiteren Besuchern daran machte, auch die übrigen Köstlichkeiten des Apfelfestes zu probieren.

Es gab frische Apfelpfannkuchen, Apfelkuchen, Brote mit Apfelschmalz, Apfelgelee oder Marmelade mit Äpfeln und Rosmarin, natürlich alles ebenfalls zubereitet von den Mitarbeitern der Lebenshilfe-Werkstatt.

Wissenswertes zum Rheinischen Bohnapfel

Der Bohnapfel, auch Großer Rheinischer Bohnapfel oder nur Rheinischer Bohnapfel genannt, ist eine alte Apfelsorte. Er wurde zwischen 1750 und 1800 im Neuwieder ­Becken am Mittelrhein als Zufallssämling entdeckt.

In den 20er-Jahren des vergan­genen Jahrhunderts war der Bohn­apfel eine der drei Apfelsorten, die zu Reichsobstsorten gewählt wurden.

Die robusten und widerstandsfähigen Bäume des Bohnapfels können sehr alt werden und bilden großvolumige, breitkugelige Kronen aus. Sie tragen erst nach einigen Jahren Äpfel.

Die saftig-säuerliche Frucht ist klein und besitzt eine grüne Farbe, teilweise mit roten Streifen. Der Bohnapfel gilt als eine der besten Sorten für die Verwertung zum „Heimatgold” der Lebenshilfe.

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