Erkelenz - Langeweile? Da helfen die Sporthelfer vom Cusanus-Gymnasium

Langeweile? Da helfen die Sporthelfer vom Cusanus-Gymnasium

Von: Elisa Klein-Peters
Letzte Aktualisierung:
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13 Jungen und Mädchen des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz haben sich in einem Seminar auf ihre künftige Aufgabe als „Sporthelfer” für den Ganztagsunterricht an der Schule vorbereitet. Foto: ev

Erkelenz. „Ich liebe Kinder und Sport, als Sporthelfer kann ich beides miteinander verbinden”, sagte eine Schülerin mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Sie ist eine der 13 Teilnehme an der Ausbildung für jugendliche Sporthelferinnen und Sporthelfer, die jetzt in der Turnhalle des Cusanus-Gymnasiums stattfand.

Die Jugendlichen sind zwischen 15 und 17 Jahre alt. Die Ausbildung besteht aus Theorie-Gesprächen über motorische Grundeigenschaften, Konfliktbewältigung sowie über den sicheren Umgang mit Sportgeräten und Beratungen in Rechtsfragen, vor allem jedoch aus praktischen Übungen. Zum Beispiel werden Spiele in verschiedenen Variationen getestet oder Geräteparcours aufgebaut, die besonders Ausdauer, Kondition, Kraft und Schnelligkeit trainierten. Die Jugendlichen lernen, wie eine perfekte Sportstunde aussehen soll.

Besonders wichtig ist es für die Teilnehmer, das Sprechen vor einer Gruppe zu üben. Sie bekommen die Aufgabe, sich in Kleingruppen zusammen zu setzten und eigene Sportspiele und Übungen zu gestalten. Dann werden die vorbereiteten Spiele den anderen vorgestellt und ausprobiert. Dies bereitet sie besonders auf ihre spätere Einsätze im Schulalltag vor, in denen sie sportorientierte Projekte für andere Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen organisieren und ihre eigenen Ideen einbringen und umsetzen können.

Während des viertägigen Seminars über 30 Stunden werden viele Sportspiele durchgeführt. „Vor allem Bounce-Ball macht allen sehr viel Spaß”, sagt die Leiterin der Ausbildung, Bärbel Stand. Bounce-Ball ist eine Art Hockey mit Plastikschlägern und einem kleinen Ball.

Die viertägige Ausbildung macht den Jugendlichen sichtlich Spaß, und sie seien sehr interessiert und aktiv, lobt Bärbel Stand die Teilnehmer. Sie ist sowohl Sportlehrerin am Cusanus-Gymnasium als auch Angestellte beim Landessportbund NRW und beim Stadtsportbund Mönchengladbach.

So ist in Zusammenarbeit mit der Schulleiterin Rita Hündgen die Idee entstanden, die Sporthelfer-Ausbildung in den Osterferien zu organisieren. Wenn nach den Sommerferien 2010 am Cusanus die offene Ganztagsschule eingeführt wird, sei es sehr wichtig, viele engagierte qualifizierte Sporthelferinnen und Sporthelfer einsetzten zu können. Sie helfen dann bei der Organisation zum Beispiel von Pausensport, Schulsportgemeinschaften, Schulsportfesten oder anderen sportorientierten Projekten oder auch Schulfahrten.

Zudem ist die Sporthelferausbildung der erste Schritt zum Trainer- oder Gruppenleiterschein, den viele von den Jugendlichen anstreben. „Ich möchte jede Gelegenheit nutzen, Sport zu machen. Wenn ich dabei auch noch mit Kindern arbeiten kann, noch besser”, sagte eine Schülerin, und ein anderer Teilnehmer fügte hinzu: „Ich möchte, dass die Pausen vieler Schüler nicht langweilig werden”.

Dass sich die Jugendlichen als Sporthelfer und Sporthelferinnen nebenher auch ein bisschen Geld verdienen können, sei nicht ihr Hauptanliegen, den Lehrgang durchzuführen, sagte Bärbel Stand. Die Jugendlichen sind auch ohne diesen Hintergedanken sehr motiviert und arbeiten besonders im Team selbstständig und eifrig. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Es gibt kleine Tests während des Seminars, und der Erfolg der Schülerinnen und Schüler wird entsprechend attestiert. Das wichtigste ist jedoch, dass alle ein paar Tage frei nach dem Motto „Spiel, Spaß und Sport” verbracht haben.
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