Kreis Heinsberg - Landwirte sind sparsam bei Pflanzenschutzmitteln

Landwirte sind sparsam bei Pflanzenschutzmitteln

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Kreis Heinsberg. Landwirte gehen verantwortungsbewusst mit Pflanzenschutzmitteln um, zugelassene Mengen werden zum größten Teil sogar gar nicht ausgeschöpft. Zu diesem Ergebnis kommt nach Angaben der Kreisbauernschaft Heinsberg das Julius-Kühn-Institut (JKI) in seiner Auswertung, die Teil des nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse forderte die Kreisbauernschaft Heinsberg die EU-Parlamentarier auf, die geplante EU-Pflanzenschutzpolitik noch einmal zu überdenken.

„Nicht zu viel und nur wenn es notwendig ist - nach diesem Leitfaden setzen rheinische Landwirte Pflanzenschutzmittel ein.” Genau das bestätige auch die Auswertung des JKI. Wie die Kreisbauernschaft Heinsberg dazu weiter mitteilte, entsprachen die Pflanzenschutzmaßnahmen nach Bewertungen der Experten dem notwendigen Maß. Gerade weil Landwirte bereits heute nachhaltig und verantwortungsvoll mit Pflanzenschutzmitteln umgehen würden, müssten die EU-Parlamentarier die geplante EU-Pflanzenschutzpolitik noch einmal auf ihre Verhältnismäßigkeit und auf ihre Folgen hin überprüfen, forderte die Kreisbauernschaft.

Bereits in der ersten Lesung des Europäischen Parlamentes hätten die Abgeordneten nach Ansicht der Kreisbauernschaft Heinsberg ein sehr restriktives Zulassungsverfahren vorgeschlagen. Würden die Vorstellungen des Umweltausschusses des Europäischen Parlamentes Realität, wäre die Produktion von Obst- und Gemüse, aber auch von vielen anderen Ackerfrüchten massiv gefährdet, schlimmstenfalls sogar nicht mehr durchführbar, so die Kreisbauernschaft.

Denn nach der Bewertung der englischen Zulassungsbehörde für Pflanzenschutzmittel würden sogar bis zu 92 Prozent der Insektizide, 80 Prozent der Fungizide und 91 Prozent der Herbizide ihre Zulassung verlieren. „Das gefährdet die hiesige landwirtschaftliche Produktion und somit auch die Herstellung von Lebensmitteln”, hob die Kreisbauernschaft Heinsberg hervor.

Die Folgen lägen auf der Hand: Ernteerträge würden sinken, die Lebensmittelpreise steigen. Zudem würde mit der überzogenen Pflanzenschutzpolitik des EU-Parlamentes die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirte erheblich geschwächt, so die Kreisbauernschaft.

In die Angebotslücke, die sich aus den niedrigeren Erträgen ergeben würde, könnten Importe aus Drittländern mit eventuell höheren Rückständen - denn diese müssten die EU-Standards nicht erfüllen - stoßen. Damit sei dem Verbraucher keiner Weise geholfen, betonte die Kreisbauernschaft.
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