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Landschaftspläne für Riedelland und Rurniederung

Von: defi
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Im großen Sitzungssaal des Kreishauses: Martin Castor vom Planungsbüro Grontmij (2. v. l.) erläuterte nach der Sitzung des Landschaftsbeirate Zuhörern den Stand der Landschaftsplanung für die Ruraue. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Das Thema ist zwar altbekannt, „erfreut“ sich aber weiterhin lebhaften Interesses. Die Vorstellung und die Beratung der Landschaftsplanentwürfe „Wassenberger Riedelland und untere Rurniederung“ sowie „Baaler Riedelland und obere Rurniederung“ stand auf der Tagesordnung im Landschaftsbeirat des Kreises, der im großen Sitzungssaal des Heinsberger Kreishauses tagte.

Dezernent Josef Nießen verwies auf die lange Wegstrecke, die diese beiden Landschaftspläne, die letzten, die es noch umzusetzen gelte im Kreis Heinsberg, hinter sich hätten. Um die landschaftsplanerische Zielsetzung in der Ruraue mit den Belangen der Wasserwirtschaft, der Landwirtschaft und der Erholungsnutzung abzustimmen, habe der Kreistag bereits im Jahr 2009 beschlossen, die beiden Landschaftspläne gemeinsam zu erarbeiten. Die „besondere Sensibilität“ dieser beiden Landschaftspläne, wie Nießen es ausdrückte, schlug sich auch in der ungewohnt hohen Besucherzahl bei dieser Beiratssitzung nieder. 45 Landwirte und Grundstückseigentümer verfolgten aufmerksam dem Verlauf der Sitzung. Der Dezernent verwies auf das „recht umfangreiche Verfahren“, bei dem von Anfang an großer Wert auf Transparenz gelegt worden sei.

Rur als „Vernetzungskorridor“

Martin Castor vom Planungsbüro Grontmij aus Koblenz, das mit der Landschaftsplanung beauftragt ist, erläuterte den Beiratsmitgliedern und Zuhörern das bisherige Prozedere, schilderte die Ausgangssituation, das Beteiligungsverfahren, die vorgesehenen Veränderungen zum Vorentwurf und gab einen Ausblick zum weiteren Vorgehen. Es gehe um die Rur als landesweit bedeutsamen „Vernetzungskorridor“ und, so wolle es der Regionalplan der Bezirksregierung, als „Bereich zum Schutz der Natur“. Der „hohe Flächendruck“ durch die landwirtschaftliche Nutzung und den Straßenbau sei zu berücksichtigen gewesen und habe mit dazu geführt, dass die Vorgaben des Regionalplans voraussichtlich in einem Maß erfüllt werden, das im landesweiten Durchschnitt eher an der unteren Grenze liege.

Die besondere Berücksichtigung von Nutzerbelangen und die intensive Einbindung von Bürgern und Interessengruppen seien nach Erstellung des Vorentwurfes im Mai 2013 bei zahlreichen Terminen – unter anderem mit Landwirten, Jägern, Naturschützern und anderen Bürgern sowie mit den Kommunen und bei Arbeitsgruppensitzungen der zuständigen Kreisausschüsse – erfolgt. 78 Einwände und Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange sowie 135 von Bürgern seien eingegangen und, soweit fachlich vertretbar, berücksichtigt worden. Unter dem Strich kommt es laut Castor gegenüber dem Vorentwurf zu einer Reduzierung der Flächen, die als Naturschutzgebiete im Rahmen der Landschaftsplanung ausgewiesen werden sollen. Nach aktuellem Stand wird das Wassenberger Riedelland Naturschutzgebiete von insgesamt 861 (statt 996) Hektar aufweisen und das Baaler Riedelland 588 (statt 651) Hektar.

Zustimmende Kenntnisnahme

Der Landschaftsbeirat unter Vorsitz von Josef Schmitz nahm beide Landschaftsplanentwürfe zustimmend zur Kenntnis – mit elf Ja-Stimmen und zwei Nein.

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