Kreis Heinsberg - Landrat ruft das Handwerk zur Ausbildung auf

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Landrat ruft das Handwerk zur Ausbildung auf

Von: disch
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Das Heinsberger Kreishaus war Schauplatz der Herbst-Vollversammlung von der Handwerkskammer Aachen: Landrat Stephan Pusch (M.) begrüßte Präsident Dieter Philipp (r.) und Hauptgeschäftsführer Peter Deckers (l.). Foto: Dettmar Fischer
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Im großen Sitzungssaal des Heinsberger Kreishauses tagte die Handwerkskammer. Foto: Dettmar Fischer

Kreis Heinsberg. Landrat Stephan Pusch hat am Dienstag die Herbst-Vollversammlung der Handwerkskammer Aachen im Heinsberger Kreishaus angesichts des Facharbeitermangels zu einem Appell an die Handwerksbetriebe genutzt, „weiterhin Ausbildungsplätze in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu stellen“.

Es sei zumindest teilweise nachvollziehbar, dass gerade kleine Betriebe nach weniger guten Erfahrungen bisweilen resigniert das Handtuch werfen und auf eine Ausbildung im eigenen Betrieb verzichten würden. „Letztlich hilft dies aber nicht weiter.“

Nicht auszubilden heiße, den Ast, auf dem man sitze, abzusägen. Dies kann sich weder das Handwerk leisten, noch die Gesellschaft akzeptieren. Denn die Menschen sind nicht nur in dieser Region auf ein leistungsfähiges Handwerk angewiesen.“ Er freue sich, so Pusch, „über jeden Ausbildungsplatz, der hier im Kreis Heinsberg angeboten wird, um jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten und um die Leistungsfähigkeit des Handwerks dauerhaft und nachhaltig zu sichern“.

Betrachte man die Wirtschaftsstruktur des Kreises, „dann wird man sehr schnell gewahr, dass Handwerk und Mittelstand eine der tragenden Säulen der heimischen Wirtschaft darstellen“, sagte der Landrat. Er unterstrich die Bedeutung des Handwerks für den Strukturwandel der Region, sprach die Erfolgsgeschichten zahlreicher Handwerksbetriebe im Kreis an und hob Quantität und Qualität sowie den Branchenmix hervor.

Der Kreis Heinsberg wie auch die kreisangehörigen Kommunen müssten gute lokale Rahmenbedingungen schaffen. „Dass das angesichts der kommunalen Finanzlage nicht immer leicht ist, erscheint plausibel.“ Kreis und Kommunen würden sich aber nach wie vor als Partner des heimischen Handwerks verstehen. Die Vollversammlung im Kreishaus betrachtete Pusch als Beleg für gute Kontakte, aber es gebe viele weitere Berührungspunkte, nicht zuletzt auch in der Person des Hauptgeschäftsführers der Kammer, Peter Deckers, der viele Jahre als Kreis­direktor in diesem Hause tätig gewesen sei.

Der Landrat rückte infrastrukturelle Maßnahmen wie den ­Lücken­schluss der Autobahn 46 in Richtung Niederlande in den Blickpunkt. „Denn in einer Gesellschaft, die Mobilität verlangt, ist eine leistungsfähige Infrastruktur unverzichtbar.“ Dass damit zahlreiche, nach wie vor zu günstigen Konditionen erhältliche Gewerbeflächen noch aufgewertet würden, sei ebenfalls positiv zu vermerken. „Erfolgreiche Handwerksbetriebe, die modernisieren und expandieren wollen, finden hier im Kreis Heinsberg nach wie vor beste Bedingungen“, warb Pusch für den Standort.

Im Bereich Schule und Bildung habe der Kreis in den letzten Jahren ein überdurchschnittliches Engagement gezeigt. Die Schaffung eines regionalen Bildungsnetzwerkes, die Einrichtung eines Bildungsbüros, die Schulentwicklungsplanung für den Kreis und die Beteiligung an Landesprojekten nannte Pusch als Beispiele. „Im Dialog mit den Nachbarregionen sind wir dabei, das Bildungsangebot unserer Berufskollegs so effizient und leistungsfähig wie möglich zu gestalten“, erklärte der Landrat.

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