Kreis Heinsberg - Landrat lobt: „Education bleibt Original“

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Landrat lobt: „Education bleibt Original“

Von: anna
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Eine der Talkrunden bei der Berufsstartermesse Education drehte sich um das Themenfeld Medizin und Pflege.
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Tobias Kleinsonnen, Koch-Azubi im Städtischen Krankenhaus Heinsberg, verwöhnte die Messebesucher mit selbst zubereiteten Köstlichkeiten.
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Treffpunkt Stadthalle Heinsberg: Die AOK-Berufsstartermesse Education erlebte am Donnerstag ihre zwölfte Auflage und zählte rund 500 Besucher. Fotos (8): Anna Petra Thomas Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Bei der zwölften Auflage der AOK-Berufsstartermesse Education wurden am Donnerstag in der Heinsberger Stadthalle rund 500 Besucher gezählt. 400 Schülerinnen und Schüler waren im Klassenverbund gekommen, aber auch einige Eltern waren erfreulicherweise dem Aufruf gefolgt, gemeinsam mit ihren Kindern die Education zu erkunden.

Sie suchten an den Messeständen das intensive Gespräch mit aktuellen Azubis oder ausgelernten Kräften, mit Ausbildern und Beratern. Die AOK war dem Wunsch von Ausstellern und Schulen gefolgt und hatte die Veranstaltung erstmals mehr in die Nachmittags­stunden verlagert – in der Hoffnung, so stärker auch die Eltern einbinden zu können. Dieses „Experiment“ solle nun in Ruhe ausgewertet werden, auch auf Basis der Rückmeldungen von den beteiligten Firmen und Institutionen, kündigte AOK-Regionaldirektor Herbert Löscher am Abend an.

Bei der Education, die seit 2003 alljährlich von der AOK in Zusammenarbeit mit unserer Zeitung veranstaltet wird, gab es wieder einen bunten Mix und vor allem eine breite Palette an vorgestellten Ausbildungsberufen. An den Messeständen wurden viele Informationen angeboten. In Talkrunden mit Moderator Dieter Schuhmachers drehte sich alles um Ausbildung. Aber auch Aktion war angesagt. So konnte beispielsweise selbst gepflastert oder Technik hautnah erkundet werden. Hier und da gab es kleine kulinarische Kostproben. Bei der AOK-Aktion „Face your future“ wurden die Schülerinnen und Schüler blitzschnell mit Bewerbungsfotos versorgt.

Auch wenn es mittlerweile eine Vielzahl von Formaten gleicher Art gebe, bleibe die Messe Education das Original, lobte der Landrat die Traditionsveranstaltung. Stephan Pusch würdigte insbesondere die von der AOK in diesem Bereich geleistete Pionierarbeit. Die Messe sei „ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt“, wenn es um die Wahl des passenden Berufes gehe. Für die Betriebe guten Nachwuchs zu finden, werde nicht einfacher, begründete er sein Engagement, Auszubildenden auch den Schulbesuch möglichst wohnortnah zu ermöglichen. „Ich kann keinem Azubi erklären, dass er 150 oder gar 200 Kilometer zu ­einem Berufskolleg fahren muss in einem Beruf, der kein Exot ist“, so Pusch.

„Hier soll das heute so ein bisschen wie auf dem Standesamt sein“, schmunzelte Jürgen Koch, derzeit Leiter der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. „Wenn beide Seite Ja sagen, dann haben wir erreicht, was wir wollen.“ In vielen Familien sei die Berufswahl der Kinder ein Thema, das intensiv diskutiert werde, in anderen jedoch nicht. Und gerade für diese Kinder seien Veranstaltungen wie diese sehr wichtig. Der Agentur würden mittlerweile 80 Prozent aller Ausbildungsstellen gemeldet und genauso hoch sei der Prozentsatz der Schüler, die beraten würden.

„Viele Schüler kennen gerade einmal zehn Berufe, aber es gibt eine dreistellige Zahl davon“, so Koch. „Da möchte ich gerne der Standesbeamte sein.“ Viele Schüler würden von der Schule gleich ins Studium wechseln. „Das ist auch gut so. Aber ich habe zugleich die Sorge, dass wir zu viele Häuptlinge produzieren und uns die Indianer ausgehen“, bemühte er ein weiteres Bild, um die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt zu erläutern. Er verband damit einen deutlichen Appell an die Betriebe, verstärkt auszubilden. Dem pflichtete auch Pusch bei und erklärte, dass es darüber hinaus wichtig sei, das Netzwerk von Schulen und Betrieben zu verdichten, um auch schwächeren Schülern eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben.

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