Kreis Heinsberg - Landrat dankt Fluthelfern aus dem Kreis Heinsberg

Landrat dankt Fluthelfern aus dem Kreis Heinsberg

Von: Anna Petra Thomas
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Dank für ihren Einsatz sagte Landrat Stephan Pusch (vierter von rechts) den 67 Einsatzkräften aus dem Kreis Heinsberg bei einem Empfang im Heinsberger Kreishaus. Foto: Anna Petra Thomas
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Über ihr neues T-Shirt mit der Aufschrift „Hochwasserhelfer 2013“, das ihr Landrat Stephan Pusch schenkte, freute sich Angelika Grevenrath aus Erkelenz. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Rund 50 der insgesamt 67 Fluthelfer aus dem Kreis Heinsberg, die Mitte Juni in Magdeburg im Einsatz waren, konnte Landrat Pusch zu einem Empfang im großen Sitzungssaal des Heinsberger Kreishauses begrüßen.

Bilder von Naturkatastrophen würden immer den Reflex auslösen, helfen zu wollen, erklärte Pusch in seiner Rede. So habe der Kreis Heinsberg über den Verein „HS – ein Kreis hilft“ mehr als 40.000 Euro für die Hochwasseropfer gesammelt und als materielle Hilfe zur Verfügung gestellt. „Doch viel bedeutender war die direkte Hilfe durch Mensch und Maschine vor Ort“, betonte er und dankte den Einsatzkräften von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst, Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und Rettungsdienst für ihr „großartiges Zeichen der Anteilnahme, Solidarität und Hilfe“.

Dabei wolle er den beteiligten Einheiten nicht nur den Dank der Bezirksregierung und der Regierungspräsidentin Gisela Walsken in Form einer Urkunde übergeben, sondern auch persönlich Dank sagen. „Ich finde es großartig, was jeder Einzelne von Ihnen auf sich genommen hat“, sagte der Landrat den anwesenden Rettungskräften. Er zitierte in diesem Rahmen auch aus einem Schreiben, das er vom Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper erhalten hatte: „Es ist gut zu wissen, dass es in der Stunde der Not viele Menschen gibt, die bereit sind, uneigennützig zu helfen.“

Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper ließ anschließend noch einmal Details zum Einsatz Revue passieren. Sonntagnacht um halb eins alarmiert zu werden und um vier abzurücken, das sei schon eine Hausnummer, erklärte er. Aber auch konstruktiv Kritisches ließ er verlauten. Ein Kühlwagen vor Ort hätte vieles erleichtert, so Prömper. Dies gelte es nicht nur dem Land zurückzumelden, sondern auch zu überlegen, inwieweit es sinnvoll wäre, die Ausstattung vor Ort entsprechend zu ergänzen. Darüber hinaus regte er für alle beteiligten Organisationen im Katastrophenschutz einen Stammtisch an, der sich ein bis zwei Mal pro Jahr treffen könne.

Sein Stellvertreter Hans-Hubert Plum, der selbst vor Ort war, lobte die Zusammenarbeit mit den Kollegen bei dem mehrtägigen Einsatz und vor allem die Dankbarkeit der Magdeburger Bevölkerung. Egal, was benötigt worden sei, ob Sandsack oder Sonnencreme, alles sei geliefert worden, so Plum. Vielfältig seien die Spenden aus der Bevölkerung gewesen, bis hin zu Blumen für die Dekoration der Tische. „Eine solche Dankbarkeit seitens der Bevölkerung habe ich in all den Jahren meiner Tätigkeit noch nirgends erfahren“, betonte er. „Ich habe noch nie eine so große Anzahl von Männern mit Tränen der Rührung in den Augen gesehen wie in Magdeburg.“

„Ihr seid super, macht weiter so!“, lobte DRK-Einsatzleiter Manuel Rohde die beteiligten Kräfte. Zugleich verhehlte er aber nicht, dass es mittlerweile immer schwieriger werde, derartige Einsätze mit ehrenamtlich tätigen Kräften zu bestreiten. Auf der einen Seite würden die Anforderungen an das Ehrenamt zunehmen, auf der anderen Seite gebe es den Druck der Arbeitgeber. Politische Initiativen seien notwendig, um das Ehrenamt attraktiver zu machen, forderte er. Ihren Dank für die Leistung jedes Einzelnen, aber auch für die gelungene Kooperation brachten auch Roger Mueller-Courte für die DLRG und Marco Milde für den Malteser Hilfsdienst zum Ausdruck.

Der Landrat übergab den Einheiten anschließend nicht nur die angekündigten Urkunden der Bezirksregierung, sondern überraschte jeden Einzelnen auch mit einem leuchten blauen T-Shirt. „Wir sind da, wenn es drauf ankommt“, steht in roten Buchstaben vorne drauf. Hinten leuchtet in Gelb der Schriftzug „Hochwasserhelfer 2013“. Einen großen materiellen Wert hätten sie nicht, erklärte er, aber es gebe sie so nirgendwo zu kaufen. „Eine nette Idee!“, befand Angelika Grevenrath vom DRK aus Erkelenz.

Auch sie hat, wie sie erzählte, bei ihrem Einsatz vor allem die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und die Dankbarkeit der betroffenen Menschen vor Ort beeindruckt. Wenig begeistert vom Geschenk des Landrats war dagegen Armin Schulze, ebenfalls vom DRK, aus Haaren. „Da war eine Dankbarkeit, die ich noch nie erlebt habe“, sagte er. „Wenn Sie das gesehen haben, brauchen Sie keine Urkunde.“ Und auch kein T-Shirt. „Das Geld dafür hätte man sich sparen und besser auch nach Magdeburg schicken sollen“, meinte er.

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