Heinsberg - Kurs-Kooperation: Realschule Heinsberg und Florack Bauunternehmung

Kurs-Kooperation: Realschule Heinsberg und Florack Bauunternehmung

Von: Petra Wolters
Letzte Aktualisierung:
wolterkurs_bu
Genaue Vorbereitung: Elmar Reiners, Vorarbeiter Betonbau (links) arbeitet mit den Schülern des Technik-Kurses an der Einschalung für das Logo aus Beton. Foto: Uwe Zander

Heinsberg. Es wiegt genau 27,1 Tonnen, das in Beton gegossene Logo der städtischen Realschule im Heinsberger Klevchen, das gestern Nachmittag im Rahmen einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben wurde.

Mehr noch: Schulleiter Reinhard Welters, Bauunternehmer Ludwig Florack, Konrektor Ewald Wagner, zugleich zuständig im regionalen Kurs-Büro und Heinz Gehlen, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, nutzten es zugleich als Unterlage, um die Vereinbarung über eine offizielle Kurs-Partnerschaft zwischen der Realschule und dem Bauunternehmen zu unterzeichnen.

Das Logo verdeutlicht dreidimensional und eindrucksvoll massiv in den vier Farben Rot, Gelb, Grün und Blau, wie sehr die Kooperation der beiden Partner schon mit Leben gefüllt ist. Eigentlich bestehe sie schon seit 62 Jahren, hatte Welters in seiner Begrüßung betont, denn damals sei die Mutter von Ludwig Florack Schülerin der ersten Klasse der Schule gewesen. Durch Kooperationen zwischen Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft und Schulen sei dann schon 1998 eine Kooperation vereinbart worden, nach der im Rahmen der Berufswahlvorbereitung Schüler aus erster Hand über die Berufs- und Arbeitswelt informiert worden seien.

Schüler des Technik-Kurses bauten in der Folgezeit Tischtennisplatten aus Beton, so wie jetzt das neue Logo. Und als bei der Kernsanierung des Pädagogischen Zentrums vor drei Jahren eine fünfstellige Finanzierungslücke geblieben sei, habe auch da ein Scheck der Firma Florack geholfen, erklärte der Schulleiter.

Das neue Logo, das bei den Schülern beliebter, farbiger Mittelpunkt des Schulhofes sei, habe gleich mehrfachen Symbolcharakter, so Welters weiter. Einen davon sah er im Material: „Das dauerhafte Material Beton deutet hoffentlich darauf hin, dass es unsere Schule noch lange gibt”, fügte er hinzu, auch wenn bestimmte politische Entwicklungen ihm große Sorgen bereiten würden.

Sein Dank ging zuallererst an Ludwig Florack, dann aber auch Wilfried Jöris für den Förderverein der Schule, der das Projekt finanziert hat. Dessen Idee war, der Schule ein Geschenk zu machen, ohne dabei Aufgaben des Schulträgers zu übernehmen. So lieferte die Schule selbst dann den Vorschlag zum großformatigen „Logo-Sitzmöbel” mitten auf dem Schulhof. Umgesetzt wurde es von zwölf Schülern des Technik-Kurses mit ihrem Lehrer Uwe Zander im Unternehmen Florack. Im Rahmen einer Fotopräsentation ließen die Schüler ihre Arbeit dort vor Ort noch einmal Revue passieren. Weiter dankte Florack dem städtischen Bauhof für die Fertigung des Fundaments und der Firma Heinen für den Anstrich.

Durch die Kooperation von Unternehmen mit Schulen könnten Schüler schon sehr früh erkennen, dass ein Unternehmen ein weiterer Teil ihres Lebens neben der Familie sei, betonte Florack. So gebe es Möglichkeiten, früh einen Beruf kennenzulernen, der einem Spaß mache. „Wenn wir schon in einer Gesellschaft leben, in der man sich durchboxen muss, dann sollte man sich wenigstens mit Spaß durchboxen”, erklärt er und versprach, sich mit seinem Unternehmen auch weiterhin intensiv für die Schule zu engagieren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert