Kunstverein hat wieder Hochkaräter im Visier

Von: defi
Letzte Aktualisierung:
4881771.jpg
Der neu gestaltete Editionsraum des Kunstvereins Region Heinsberg wird zur ersten Vernissage im Februar fertig sein. Willy Lennartz und Alwin Hintzen (r.) legen letzte Hand an. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Ein Besuch im Kunstverein in diesen Tagen ist nicht ganz risikolos – wie ja bekanntlich der Umgang mit Kunst ohnehin schon mit einem gewissen Risiko verbunden ist – manchen Menschen soll sie, die Kunst, sogar das Leben verändert haben. Der Vorsitzende des Kunstvereins, Alwin Hintzen, fährt auf der Anfahrt zum Horster Hof in den Unterbrucher Feldern beim Ausweichmanöver den Wagen in den Schnee.

Ein bisschen rangieren, und er kommt noch zeitig zum Pressetermin. Das Jahresprogramm 2013 soll wie der von Alwin Hintzen neu gestaltete Präsentationraum für die Editionen vorgestellt werden.

Noch kurz ein Blick zurück auf das erfolgreiche 2012 des Kunstverein: Die Uecker-Ausstellung war halt ein Highlight in der Geschichte des Kunstvereins. Doch mit dem nicht minder weltberühmten Künstler Hans-Peter Feldmann, 2011 mit einer Ausstellung im Guggenheim Museum New York geadelt, hat schon der nächste dicke Brocken angebissen.

Seitdem Feldmann einst in den ehemaligen Räumen des Kunstvereins an seine wunderbare, sehr reduzierte Kunst ausstellte, hat er die großen Museen der Welt erobert. Dieser hochkarätige Fisch zappelt schon an der Angel von Willy Lennartz.

Fünf Ausstellungen plus ein „Kunstverkauf“-Wochenende bereitet der Kunstverein vor. Los geht es mit der Vernissage der Ausstellung „Marina Herrmann – Malerei/Fotografie“ am Sonntag, 24. Februar, um 11.30 Uhr. Die Jury des Kunstvereins, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern und Beisitzern, hatte sich aus 40 eingereichten Bewerbungsmappen schlussendlich für fünf Künstler entscheiden müssen.

Marina Herrmann lebt in Köln, studierte Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München und fotografiert zunächst Objekte, die ihr Interesse wecken. Sie bearbeitet diese Fotografien am Computer, um sie für den weiteren Arbeitsprozess zu verwenden.

Am Wochenende, 6. und 7. April, lädt der Kunstverein zum „Kunstverkauf“ ein. Willy Lennartz: „Es soll nicht heißen, ‚das kann weg‘, sondern: das ist Kunst, und Kunst gehört an die Wand eines Kunstliebhabers.“

Weiter geht es im Jahresrhytmus mit Jaana Caspary. Plastik, Fotografie und auch Zeichnung sind ihre Medien, die ab dem 28. April im Kunstverein zu sehen sein werden. Das Studium an der Fachhochschule für Gestaltung in Wuppertal und an der Kunstakademie in Düsseldorf führte die Wuppertalerin zu dem, was sie heute macht. Die Plastiken der Künstlerin greifen reduzierte Formen aus der Umwelt auf und dies trifft auch zumindest teilweise auf ihre Fotografien und Zeichnungen zu.

Anja Bayerwaltes ist mit ihrer Malerei ab dem 23. Juni im Kunstverein Heinsberg präsent. Bayerwaltes lebt und arbeitet in Lüttich und studierte an der Kunstakademie Maastricht. Gardinen sind ihr Ding, die den Blick auf die Welt draußen in kleinteilige Raster gliedern, mal mit Muster und mal ohne, mal mit Falte, mal ohne.

Axel Brandt malt sicherlich noch ein paar neue Bilder, bevor er ab dem 8. September in der Galerie auf dem Horster Hof ausstellt. An der Kunstakademie in Düsseldorf hat er gelernt. Der Künstler malt durchaus gegenständlich und orientiert sich an zeitgenössischen Themen, will aber mit seinen Bildern wie etwa dem von ein paar nackten Männern mit Pistolen in der Hand, deren Antlitze George „Double You“ und Ronald Reagan ähneln, keine Antworten geben.

Zur Vernissage von Axel Brandts Ausstellung am Sonntag, 8. September, findet auch das Sommerfest des Kunstvereins statt.

Das Jahr im Kunstverein beschließt der Maler Peter Nikolaus Heikenwälder aus Hamburg. Die Vernissage findet am Sonntag, 27. Oktober, wie stets, um 11.30 Uhr statt. Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig war Heikenwälders Ausbildungsort.

Eine geheimnisvolle Welt eröffnet sich in seinen Bildern. Aus einem tiefschwarzen Grund lässt er Figuren hervortreten, die in einem imaginären Raum zu schweben scheinen. Andere organische Formen verschwinden diffus in der Tiefe des Raumes..

„Wer Interesse hat, seine Freizeit mit Arbeit für den Kunstverein zu verbringen“, wie es Willy Lennartz so nett ausdrückt, wählt Telefon 02452/89182 und schaut, ob die Chemie passt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert