Kunst im Friseursalon

Von: Helen Mäurer
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Hückelhoven. Es ging um nichts geringeres als das Sein, als der Friseursalon Sandra Möller in Hückelhoven seine Tür öffnete. Nicht etwa das Sein oder Nichtsein der geliebten Haarpracht stand im Mittelpunkt, sondern: Kunst.

Der Musikpoet Christoph Mödersheim aus Myhl und der Wegberger Künstler und Architekt Norbert Kostka präsentierten die Vorpremiere ihrer Soiree über das Sein - „LEBEN leben” in der etwas anderen Kulturstätte. In Klang, Lyrik, Musik, Geometrie und Zeichnung setzten sich die Künstler mit Urfragen des bewussten Seins, seiner Herkunft und Bedeutung auseinander und kreierten eine Performance, die verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung ansprach.

Die Besucher tauchten ein in eine Welt der Symbole, Worte und Klänge, die sie zusehend mehr in ihren Bann zog. Kurze lyrische Einführungen von Kostka bereiteten auf seine Zeichnungen und Musikstücke vor, die Mödersheim in einer beeindruckenden Intensität sang und spielte. Mit seiner Stimme, der Flöte oder Melodika vertonte er authentisch und berührend seine Melodien und Texte, während er außerdem eine selbst entwickelte Mischung aus Computertechnik, Synthesizer und Sampler live kombinierte.

Geometrische Formen gezeichnet

Parallel zu den Stücken zeichnete Kostka, mit Zirkel und Lineal ausgestattet, geometrische Formen und Figuren, die ihren Ursprung in uralten Kulturen der ganzen Welt haben. Kostka setzt sich seit langem mit Symbolen wie der Blume des Lebens oder dem Urlabyrinth auseinander. Bereits in seinem Zyklus „Genesis” verarbeitete er Gedanken dazu.

So entstand in dem in Nebel getauchten Friseursalon ein in sich geschlossenes Gesamtgefüge, das trotz der starken Symbolkraft individuellen Raum zur Interpretation ließ und für reichlich Diskussionsstoff sorgte. Noch Stunden später tauschten sich Besucher und Künstler über die „Kunst des Seins” aus. Die Premiere des Zyklus, der bereits auf CD mit illustriertem Booklet vorliegt, steht derweil noch aus.

Am 25. April wird er in der Galerie „Het Terpkerkje” in Oud Urmond zum 80. Geburtstag des niederländischen Künstlers, Autors und Gestalttherapeuten Bruno de Roeck aufgeführt, zu dessen Ehren die Performance komponiert wurde. Sandra Möller freute sich derweil bereits, dass zu der Vorpremiere neben dem Publikum aus der Kunstszene auch viele andere Menschen den Weg in Ihren Salon gefunden haben.
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