Kreis Heinsberg - Kulturprogramm auf großstädtischem Niveau

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Kulturprogramm auf großstädtischem Niveau

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Kreis Heinsberg. Die Volkshochschule (VHS) des Kreises Heinsberg schafft künftig die Barzahlung für Kurse ab, „als eine der letzten in NRW”, wie Franz-Josef Dahlmanns als Leiter der VHS in seinem Bericht anlässlich der Kuratoriumssitzung betonte.

Anmeldungen sind mit Beginn des Arbeitsjahres 2009/2010 per Internet, Anmeldekarte, Fax, E-Mail oder persönlich in der VHS und im Bürger-Service-Center möglich. Die Bezahlung soll künftig jedoch ausschließlich über Bankeinzugsermächtigungen an die VHS-Geschäftsstelle erfolgen.

Mehr als 1400 Veranstaltungen seien für das kommende Jahr geplant, erläuterte der VHS-Leiter das umfangreiche Programm, für das sich auch das Kuratorium erneut einstimmig aussprach „Wir decken damit wiederum alle Weiterbildungsbereiche ab”, erklärte er. Dies sei nur noch bei wenigen Volkshochschulen in NRW der Fall. Herausragend sei dabei das neue Konzert- und Kabarettangebot: „Ohne Übertreibung: großstädtisches Niveau und eine Bereicherung der ohnehin umfangreichen kommunalen und privaten Kulturprogramme.”

Die Integrationskurse mit Alphabetisierung sollen aufgrund der großen Nachfrage ausgeweitet, erste Kooperationen mit Familienzentren gestartet werden. Die VHS beteiligt sich darüber hinaus an der vom Kreistag beschlossenen „Bildungsoffensive gegen extreme Parteien”. Das Sprachenangebot sei mit 17 Fremdsprachen sowie Deutsch und der Gebärdensprache erneut sehr umfangreich, erklärte Dahlmanns. In diesem Bereich soll der Beratungsservice ebenso verstärkt werden wie das Angebot an Vormittags- und Deutschkursen.

Als Pilotprojekt wird es aufgrund der Nachfrage von Eltern und Schulen einen Tastschreibkurs für Kinder ab elf Jahren geben, dafür aber keine Kurse mehr zu den Themen „Feng Shui” sowie „Wasseradern und Erdstrahlen”. Die VHS habe diesbezüglich Kontakt aufgenommen zur Sekten-Info NRW. Ein unmittelbarer Sektenbezug habe bei diesen Themen nicht festgestellt werden können, aber die Versuchung sei groß, teils magischen Problemlösungen zu vertrauen. Zudem sei die Nachfrage nach diesen Kursen verhalten gewesen.

Insgesamt seien die Teilnehmerzahlen nach fünf Jahren erstmals rückläufig, zog Dahlmanns schon ein Resümee zum noch laufenden Arbeitsjahr. Die wirtschaftliche Entwicklung habe damit auch Auswirkungen auf die VHS. Sie sei allerdings nicht dramatisch, betonte er. Aber die Teilnehmerzahlen seien im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent zurückgegangen. „Das ist verkraftbar und kein Grund zum Pessimismus. Unterm Strich können wir zufrieden sein.”

Die VHS biete Produkte an und sei auf die Nachfrage angewiesen. „Zur Weiterbildung wird eben niemand gezwungen. Er kommt entweder freiwillig oder gar nicht.” Wichtiger als das hohe quantitative Angebot sei allerdings dessen Qualität, führte Dahlmanns weiter aus.

2005 sei die VHS in der Region eine der ersten mit Qualitätszertifikat gewesen. Nach vier Jahren habe sie in der sogenannten Retestierung sehr gute Ergebnisse erzielen können. Dies sei ein Vorteil für die Zukunft: „Das Land bindet künftig die Landeszuwendung an die Qualitätszertifizierung der VHS”, erläuterte er den Mitgliedern des Kuratoriums.
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