Kümmerer-Netzwerk für Gangelt: Bedürfnisse der Bürger ernst nehmen

Von: red
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Informierten über das Projekt
Informierten über das Projekt „Kümmerer-Netzwerk” (v.l.): Vera Lauber, Bürgermeister Bernhard Tholen, Bärbel Windelen und Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen (r.) mit Gastreferent Harald Müller (2. v.r.).

Selfkant-Tüddern. In einer Veranstaltung wurde über das Projekt „Kümmerer-Netzwerk” in den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht informiert. Der erste Schritt zum Aufbau eines „Kümmerer-Netzwerkes” für die Bürger der Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht ist getan.

Alle notwendigen Informationen zu dem Projekt wurden bei der Infoveranstaltung an die Schlüsselakteure aus der Region „Der Selfkant” transportiert. Sehr zur Freude von Projekt-Initiatorin beziehungsweise -Managerin Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, und Regionalmanagerin Vera Lauber sowie den weiteren Akteuren der Veranstaltung, den Bürgermeistern Herbert Corsten (Selfkant), Heinz-Josef Schrammen (Waldfeucht) und Bernhard Tholen (Gangelt) fanden sich rund 70 Vertreter aus sozialen Einrichtungen, Schulen, Kindergärten und Jugendhilfen im Rathaus in Tüddern ein, um mehr über das Netzwerk und seine Ziele zu erfahren. „Ich bin überwältigt von der Anmeldeflut und hoffe, dass das ein gutes Zeichen für die Zukunft ist”, bemerkte Bärbel Windelen, ehe sie das Konzept zum Kümmerer-Netzwerk, dessen Träger der Caritasverband für die Region Heinsberg ist, vorstellte.

Zur Projektidee erklärte sie, dass im Rahmen der Leader-Förderung der EU zur Verbesserung und Weiterentwicklung der ländlichen Region „Der Selfkant” mehrere Handlungsfelder gegründet wurden. In den Handlungsfeldern „Demografischer Wandel, sorglos leben” und „Nahversorgung, Mobilität, bürgerschaftliches Engagement” entstand die Idee. Auch die Anfragen an die Gemeindesozialarbeit hätten gezeigt, dass ein großer Bedarf an Unterstützung im Alltag bestehe sowie dass es oft Angst vor Vereinsamung gebe. „Das Kümmerer-Netzwerk möchte diese Ängste und Bedarfe ernst nehmen”, so Windelen.

Es handele sich um eine neue Form der Nachbarschaftshilfe mit dem Ziel, generationenübergreifend den Austausch von ehrenamtlich Tätigen und gegenseitiger Hilfe zu ermöglichen und zu unterstützen. „Im Moment sind wir in der Initiativphase. Der zweite Schritt ist die Etablierungsphase unter anderem mit der Einrichtung der Koordinierungsstelle”, sagte Bärbel Windelen. Um erste Fragen zu klären, forderten Michael Teichert und Wolfgang Gerhards vom Institut für Beratung und Supervision Aachen als Moderatoren die Teilnehmer dazu auf, diese auf Zettel niederzuschreiben und an Stellwände zu kleben.

Dabei ging es unter anderem um die Grenzen des Leistbaren, den Zeitaufwand, die Schwierigkeit, die Hilfesuchenden zu erreichen, sowie Aufwandsentschädigungen. Bärbel Windelen und Vera Lauber verdeutlichten, dass es nicht allein darum gehe, eine Dienstleistung mit dem Netzwerk anzubieten, sondern darum, den anderen Menschen wieder in den Blick zu nehmen.

Wie ein Bürger-Netzwerk aussehen kann, stellte Harald Müller, Regional-Manager und zweiter Bürgermeister aus dem Altbayerischen Donaumoos vor. Insgesamt zehn Gemeinden schlossen sich hier 2010 im Projekt „Wir füreinander - Die Nachbarschaftshilfe” zusammen. Er versteht das Netzwerk als „soziale Feuerwehr”, das vorübergehend Hilfen wie das Besorgen von Medikamente oder Tragen von Holz ins Haus unentgeltlich anbietet.

Zudem betonte er, dass je mehr Mitmacher es gebe, desto größer sei das Angebot. Generell brauche man zur Realisierung des Projektes einen langen Atem, so Müller.

Eine regionale Informationsveranstaltung zum Kümmerer-Netzwerk, zu der alle Bürger der Region „Der Selfkant” eingeladen sind, findet am Montag, 24. September, um 18 Uhr im Rathaus Gangelt statt.

Wer sich anmelden oder weitere Informationen haben möchte, kann sich an Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes, unter 02452/919250 oder E-Mail gsa-hs@caritas-hs.de wenden.

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