Kritik am Plan für Feuerwehr, Schelte für Bürgermeister

Von: sev
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Waldfeucht. Bei der Ratssitzung der Gemeinde Waldfeucht ging es ab wie bei der Feuerwehr, denn die ersten vier Tagesordnungspunkte waren schnell einstimmig beschlossen, wie auch schon in den Ausschüssen empfohlen wurde.

Doch als die eingangs erwähnte Wehr zum Thema wurde, bei dem Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper den Brandschutzbedarfsplan aus seiner Sicht erläuterte, gingen die Meinungen weit auseinander.

Denn entgegen des Entwurfs des Ingenieurbüros Safe-Tec, welcher von der Verwaltung favorisiert wird, stellt Prömper diesen in Frage. Hauptsächlich moniert Prömper in dem Schreiben des Ingenieurbüros die mangelnde Truppenstärke, denn für Safe-Tec sind sechs Feuerwehrleute als kleinste taktische Einheit ausreichend. Für den Kreisbrandmeister sind neun Feuerwehrleute nötig, um Leben zu retten.

Ausfürliche Schilderungen

Sicherlich konnten die Ratsmitglieder den ausführlichen Schilderungen des Kreisbrandmeisters einiges abgewinnen. Aber da man über die erste Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans, der erstmals 2003 aufgestellt wurde, noch nicht entscheiden musste, haben die Ratsherren noch Zeit, um sich noch mehr mit der Materie zu befassen, Das ist sicherlich auch nötig, damit auch ein Nichtfeuerwehrmann das Fachgesimpelte verstehen kann.

Am Ende des öffentlichen Teils wurde dem Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen seitens der Zwei-Mann-Fraktion der UFW noch mal richtig die Leviten gelesen. Einen kleinen Auszug konnten die Ratsherren schon in der Zeitung lesen, im Artikel über die Gründung der neunen Fraktion „Union für Waldfeucht” vom 21. Juni. Diesmal wurde kein Blatt vor den Mund genommen: Peter Peters verlas ein fünfseitiges Schreiben, in dem es von „mangelnde Bauaufsicht bei der Restaurierung der Sporthalle Haaren” über „Mehrkosten bei der Brücke über den Kitschbach” bis hin zum 22,2 Millionen hohen Schuldenberg ging.

Zweiseitiges Schreiben

Indes hatte Ralf Kretschmann nur ein zweiseitiges Schreiben vorbereitet. Aber auch darin wurde kein lobendes Wort über den Bürgermeister verloren. Vielmehr jagte eine Schelte die andere.

Wenn man allerdings glaubt, die Redner hätten hierfür tosenden Applaus geerntet, sah man sich getäuscht. Bei den Ratsherren konnte kaum Zustimmung festgestellt werden, während von den rund 40 Besuchern, die den Weg in die Dorfhalle in Brüggelchen gefunden hatten, nur sehr verhaltener Beifall für Peters Beitrag bekundet wurde. Und für Kretschmanns Ausführungen war gar kein Klatschen zuhören.
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