Radarfallen Blitzen Freisteller

Kritik am Gewerbering: „Nur Fressbuden sind kein Konzept”

Von: kl
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Klaus Steingießer (CDU) formulierte politisch korrekt bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (Stawi), was von dem vorgelegten Konzept des Gewerberings Erkelenz für einen Nikolauswochenende 2012 zu halten sei.

Man müsse das Konzept mit einem Fragezeichen versehen und den Gewerbering bitten, bis zur nächsten Stawi-Sitzung ein überarbeitetes vorzustellen. Steingießers entsprechendem Antrag unterstützte der Ausschuss einstimmig.

Nach dem aktuellen Konzept hatte der Gewerbering geplant, am ersten Dezemberwochenende seine Holzbuden am Alten Rathaus aufzustellen und diese kulinarischen Anbietern zur Verfügung zu stellen. Etwas deutlicher wurde der Grüne Andreas Stommel: „Das Konzept ist kein Konzept.” Die Aktion des Gewerberings könne deshalb auch nicht in den Kreis der klassifizierten Veranstaltungen des städtischen Marketings aufgenommen werden. Seine Fraktionskollegin Angelika Göhl sprach es aus: „Nur Fressbuden sind kein Konzept.” Ein abgespeckter Weihnachtsmarkt, der nur aus ein paar Fressbuden bestehe, habe keinen besonderen Wert.

Nun liegt es am Gewerbering, seinen Nikolausmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag mit zusätzlichen Ideen zu unterfüttern. Anleihe könnte er vielleicht bei den Freunden der Burg nehmen, die in diesem Jahr vom 7. bis 9. Dezember auf und an der Burg den ersten mittelalterlichen Adventsmarkt ausrichten wollen. Wie Peter Fellmin vom Förderverein am Rande der Sitzung erläuterte, sei diese Idee bei Schaustellern, Kunsthandwerkern und anderen Weihnachtsmarktbeschickern auf große Resonanz gestoßen. Er ist davon überzeugt, einen tollen Adventsmarkt im Bereich der Burg aufstellen zu können.

Ob dieses historisch angehauchte Ereignis in den Reigen der klassifizierten Stadtmarketing-Veranstaltungen aufgenommen wird, ist allerdings noch offen. Die Freunde der Burg sollen ebenso wie der Gewerbering bis zur nächsten Stawi-Sitzung ein aussagekräftiges Konzept vorlegen.

„Der mittelalterliche Adventsmarkt an der Burg könnte eine gute Sache werden”, meinte nicht nur Steingießer. Vielleicht, so die Anregung aus dem Ausschuss, könnten sich Gewerbering und Freunde der Burg zusammenschließen und gemeinsam eine adventliches Wochenende gestalten. In diesem Jahr scheint diese Zusammenarbeit nicht mehr möglich, wie Fellmin meinte. Im Prinzip sei dagegen nichts einzuwenden, doch sei der Förderverein schon jetzt mit dem Termin gebunden, während der Gewerbering seine Veranstaltung eine Woche davor ausrichten möchte.

Nicole Stoffels vom Stadtmarketing sprach von einer „neuen Konzeption”, die Adventszeit in Erkelenz gemeinsam zu gestalten. Darauf hätten sich Gewerbering und Förderverein mit ihr verständigt. Sie geht sogar von einer Kombination aus „Stimmungsvoller Advent auf dem Markt”, „Mittelalterlicher Adventsmarkt auf der Burg”, dem „Erkelenzer Adventskalender” und der „Erkelenzer Adventsschokolade” aus, die in dieser Form klassifiziert werden könnte, was bedeutet, dass sie finanziell und personell von der Stadt unterstützt werde.

Unstrittig war die Klassifizierung unter anderem beim Reit- und Springturnier, beim Lambertusmarkt, beim Niederrheinischen Radwandertag in Verbindung mit dem Menschenkickerturnier, bei der Grenzlandrallye, bei der Burgkirmes, beim Kulinarischen Treff mit Automobilausstellung, beim Bauernmarkt auf Hohenbusch und beim Französischen Markt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert