Kreisverwaltung wird unter Lupe genommen

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Kreis Heinsberg. Verwaltungen verstehen sich heutzutage mehr und mehr als moderne Dienstleister mit bürgerfreundlichem Verwaltungshandeln. Doch wie weit sind die Behörden damit wirklich? Acht Inspektoranwärter, die im Rahmen ihrer Ausbildung an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln unter Leitung von Dr. Michael Schmitz, dem Beigeordneten der Stadt Mönchengladbach, eine Projektarbeit erstellen, versuchen, nicht nur die Entwicklung, sondern auch den Ist-Zustand in der Heinsberger Kreisverwaltung zu ermitteln und wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Im Rahmen dieser Projektarbeit befassen sich die künftigen Beamten des gehobenen Dienstes mit der allgemeinen Entwicklung der Kommunalverwaltung von 1975 bis heute und analysieren die Ziele des Kreises Heinsberg im Hinblick auf Bürgerservice als Grundlage des Leitbildes.

Neben den Zielsetzungen des Leitbildes interessiert die Inspektoranwärter vor allem die Umsetzung. Diese möchten sie an den praktischen Beispielen aus den Verwaltungsbereichen Bürger-Service-Center, Gesundheitsamt, Schwerbehindertenangelegenheiten (im Amt für Soziales) sowie Straßenverkehrsamt darstellen. In den letzten Tagen wurden im Bürger-Service-Center (BSC) Bürger von Jennifer Heymann (Stadt Köln) und André Jütten (Kreis Heinsberg) im Hinblick auf den Bürgerservice befragt. „Wir haben dazu einen speziell auf das Bürger-Service-Center zugeschnittenen Fragebogen erarbeitet und diesen mit den Besuchern ausgefüllt“, erklärte André Jütten, der seit 2011 als Inspektoranwärter beim Kreis Heinsberg tätig ist. Gefragt wurde vor allem nach der Zufriedenheit der Besucher. Abgefragt wurde dabei vieles: Ob die Öffnungszeiten in Ordnung sind, ob das Personal freundlich genug ist, wie es mit der Fachkompetenz der Mitarbeiter bestellt ist, ob und wie lange Wartezeiten eintreten, wie die Parkmöglichkeiten eingeschätzt werden, wie das Online-Angebot des Kreises eingeschätzt wird und vieles mehr. „Es haben sich erfreulich viele Besucher beteiligt“, freute sich André Jütten.

Auch Landrat Pusch zeigte sich erfreut über das Projekt. So könne die Kreisverwaltung – wissenschaftlich und neutral begleitet – Erkenntnisse über den Bürgerservice im eigenen Haus erhalten, die für die weitere Entwicklung der Verwaltung sowohl im Hinblick auf die Aufgabenverteilung und Aufgabenerfüllung wie auch die Personalentwicklung von großer Bedeutung seien. „Service und Bürgerfreundlichkeit stehen ganz oben auf unserer täglichen Agenda“, so Landrat Stephan Pusch. Diese Projektarbeit biete die Chance, sich kritisch mit den eigenen Bemühungen auseinanderzusetzen. Stephan Pusch weiter: „Deshalb werden wir die Ergebnisse sehr genau auswerten und unsere Schlüsse daraus ziehen.“

Ein komplettes Bild wird sich dann ergeben, wenn die Befragungen in diesem Monat auch in den Verwaltungsbereichen Gesundheitsamt, Schwerbehindertenangelegenheiten und Straßenverkehrsamt durchgeführt worden sind und die Projektarbeit abgeschlossen sein wird.

Aussagekräftige Daten

Der Projektbetreuer im Heinsberger Kreishaus, Guido Willems, ist sicher, dass es aussagekräftige Daten sein werden: „Es sind hier ganz bewusst vier publikumsintensive Verwaltungsbereiche ausgesucht worden.“ Fünf der acht Projektteilnehmer sind im Kreis Heinsberg tätig: Judith Meuwissen bei der Stadt Übach-Palenberg sowie Katrin Linden, René Tischendorf, André Beiten und André Jütten alle beim Kreis Heinsberg. Die Ergebnisse werden im Juni an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln präsentiert und stehen danach dem Kreis Heinsberg zur Verfügung, teilte die Pressestelle des Kreises mit.

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