Kreislandwirt Hans-Gerd Joeris: „Ernteergebnisse unerwartet gut”

Von: defi
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An der Kreisstellenbeiratssitz
An der Kreisstellenbeiratssitzung der Landwirtschaftskammer nahmen teil (v. l. n. r.): Dietmar Schäfers (Leiter Verwaltung), Dr. Christian Hoffmann (Dienststellenleiter), Andreas von Helden (Mitglied Kreisstelle), Hans-Gerd Joeris (Kreislandwirt), Bernhard Conzen (Vorsitzender Kreisbauernschaft), Ulrike Kamp (Vorsitzende Landfrauen), Dr. Hildegard Freisberg (Leiterin Beratung) und Wilhelm Paffen (stellvertretender Landrat). Foto : defi Foto: defi

Kreis Heinsberg. Einmal im Jahr lädt Kreislandwirt Hans-Gerd Joeris zur Kreisstellenbeiratssitzung der Landwirtschaftskammer ein. Dieser Informationsaustausch zwischen Vertretern der Landwirtschaft sowie von Behörden, Institutionen und Verbänden fand diesmal in der Festhalle Oberbruch mit rund 35 Teilnehmern statt.

In einem kurzen Jahresrückblick aus Sicht der Landwirtschaft hob Joeris hervor, dass trotz der starken Frühjahrsfröste erfreulich wenige Neusaaten erforderlich und die Ernteergebnisse nach ­einem durchwachsenen Witterungsverlauf unerwartet gut gewesen seien. Aus seiner Arbeit als Kreislandwirt berichtete er auch zu Themen wie dem geplanten Feldhamsterprojekt im Selfkant und der Landschaftsplanung im Kreis Heinsberg.

Von der Dienststelle der Landwirtschaftskammer in Viersen stellte deren Leiter, Dr. Christian Hoffmann, das neue Standorte- und Organisationskonzept der Landwirtschaftskammer NRW sowie personelle Veränderungen in der Dienststelle vor. Auf die Aufgaben als Fachbehörde, zum Beispiel im Grundstücksverkehr, ging Verwaltungsleiter Dietmar Schäfers näher ein. Beratungsleiterin Dr. Hildegard Freisberg verdeutlichte den Teilnehmern die Herausforderungen und Erfolge in der Kammerberatung der landwirtschaftlichen Betriebe vor Ort.

Positive Worte für die Landwirtschaft fand der stellvertretende Landrat des Kreises Heinsberg, Wilhem Paffen. Er skizzierte Projekte des Kreises, die künftig die Landwirtschaft berühren werden. Ein großes Thema war der Straßenbau. Wie die Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Flächen mit Flurbereinigungsverfahren abgemildert werden, führte Dezernentin Yvonne Rombey von der zuständigen Bezirksregierung Köln aus. Sie stellte in Aussicht, dass künftig auch wieder klassische Flurbereinigungsverfahren zur Verbesserung der Agrarstruktur möglich seien.

Der Vertreter des Regionalforstamtes, Jochen Knoth, stellte seine Sorgen über die zunehmende Rücksichtslosigkeit von Waldbesuchern dar. Sie zeige sich in Müllentsorgung oder Störung von sensiblen Wild- und Naturschutzbereichen.

Einblicke in die Verbandsarbeit gaben der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Heinsberg, Bernhard Conzen, und Ulrike Kamp als Vorsitzende des Kreisverbandes der Rheinischen Landfrauen. Ulrike Kamp warb für das Weiterbildungs- und Freizeitangebot der Landfrauenvereinigung und gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich künftig noch mehr jüngere Frauen in den Verband einbringen mögen.

Zum Thema Tierhaltung referierten der Leiter des Kreisveterinäramtes, Dr. Hans-Helmut Ahlhorn, und Kreistierzuchtwart Franz-Josef Jaeger. Während Ahlhorn den Blick auf eher weniger bekannte Aufgaben seines Amtes wie Lebens- und Futtermittelüberwachung lenkte, berichtete Jaeger vor dem Hintergrund seiner 35-jährigen Tätigkeit über die Entwicklungen der Tierzahlen und die züchterische Begleitung.

Aus dem Bankensektor sprachen Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Kroll für die Raiffeisenbank Heinsberg sowie Georg Schlipper für die Kreissparkasse Heinsberg. Beide sind nach Angaben der Kammer stark im Agrarkundensegment engagiert.

Gemeinsam mit den 14 Ortslandwirten und den Mitgliedern der Kreisstelle wurden bei dieser Beiratssitzung auch Themen wie Windkraftanlagen im Wald, Auswirkungen der Düngeverordnung oder Bodenpreise diskutiert.
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