Kreis stationiert Rettungswagen im Ort Saeffelen

Von: disch
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Kreis Heinsberg. In Kürze soll in Saeffelen ein Rettungstransportwagen stationiert werden, um eine Verkürzung der Hilfsfristen in einzelnen Ortschaften der Gemeinden Selfkant und Waldfeucht erreichen zu können.

Diese Ankündigung machte Dezernent Ludwig Schöpgens im Ausschuss für Gesundheit und Soziales, der unter Vorsitz von Edith Schaaf im Geilenkirchener Franziskusheim tagte.

Unter Hinweis darauf, dass es in der Gemeinde Selfkant in den letzten Jahren nur in 75 Prozent der Einsätze zu Eintreffzeiten unter zwölf Minuten gekommen sei und das Leben der Menschen nicht derart gefährdet werden dürfe, hatte die SPD-Kreistagsfraktion - wie auch die Gemeindevertretung - gefordert, eine Rettungswache im Bereich der Gemeinde Selfkant einzurichten. Auch die CDU-Mehrheitsfraktion stellte einen Antrag - mit dem Ziel, neue Rettungswachen sowohl in der Gemeinde Selfkant als auch in der Stadt Wassenberg zu etablieren.

Die Verwaltung hatte angekündigt, dem Ausschuss in den nächsten Monaten einen Abstimmungsentwurf für den Rettungsdienst-Bedarfsplan 2010 vorzulegen und das förmliche Beteiligungsverfahren einzuleiten. Hilfsorganisationen, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Gesundheitskonferenz seien daran zu beteiligen. Im Vorfeld dieses offiziellen Verfahrens - so berichtete Schöpgens - habe nun ein Abstimmungsgespräch mit den Verbänden der Krankenkassen stattgefunden.

Den Krankenkassen sei deutlich gemacht worden, dass die Zahlen einen permanenten Anstieg in der Notfallrettung seit 2005 belegen würden. Die Verlagerung oder Neueinrichtung von Rettungswachen und die Bereitstellung von weiteren Fahrzeugen werde als notwendig betrachtet. Die Ausführungen der Verwaltung seien von den Krankenkassen „insgesamt positiv” aufgenommen worden, so Schöpgens. Nun werde der Mehrbedarf im Rahmen der Fortschreibung des Bedarfsplans detailliert zu beziffern seien.

Seit Ende des vergangenen Jahres setzt der Kreis in Abstimmung mit den Krankenkassen probeweise drei zusätzliche Rettungswagen mit einer wöchentlichen Einsatzzeit von insgesamt 308 Stunden ein; die Einsatzzeit für zwei Fahrzeuge rund um die Uhr würde 336 Stunden betragen. Bereits jetzt sei herauszustellen, so Schöpgens, „dass durch die in Wassenberg und Erkelenz zusätzlich vorgehaltenen Fahrzeuge die Zielerreichungsgrade in diesen Bereichen verbessert werden konnten”.

Das ergänzend in Heinsberg stationierte Fahrzeug habe jedoch noch nicht zur erhofften Verbesserung der Situation in den grenznahen Gemeinden Selfkant und Waldfeucht geführt. Die Verwaltung will nun dieses Fahrzeug probeweise in Saeffelen stationieren. Mit der Gemeindeverwaltung sei bereits Einigkeit darüber erzielt worden, den Wagen im Feuerwehrgerätehaus in Saeffelen vorzuhalten. Eventuell werde diese vorläufige Regelung im Zuge der Neubaumaßnahme „Feuerwehrgerätehaus Höngen/Saeffelen” in eine Dauerlösung umgewandelt.

Mit dieser kurzfristigen Regelung werde eine erste Verbesserung im Rettungsdienst für den gesamten Kreis erreicht. Die in den Anträgen von SPD und CDU geforderte Verbesserung in den grenznahen Orten werde mit Nachdruck verfolgt. Schöpgens: „Die Verwaltung wird in der anstehenden Bedarfsplanung alle Anstrengungen unternehmen, die Verbesserung der Gesamtsituation festzuschreiben.”
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