Kreis Heinsberg - Kreis Heinsberg zeigt Herz für Kinder

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Kreis Heinsberg zeigt Herz für Kinder

Von: hl
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„Volles Haus“ in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums: Jakob Wöllenweber, Präsident des Rotary-Clubs Heinsberg, freute sich, 700 Gäste zum Benefizkonzert begrüßen zu dürfen. Vier Musikgruppen spielten unter dem Motto „Kreis Heibnsberg zeigt Herz für Kinder“ auf. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Klangvolle Namen im doppelten Sinn faszinierten am Samstagabend in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums mehr als 700 Zuhörer beim Benefizkonzert des Rotary-Clubs Heinsberg. Drei Stunden lang begeisterten die vier Musikgruppen Augenblick, Beets ‚n’ Berries, RejoiSing und Quod Libet das Publikum, das aus dem Beifall gar nicht mehr herauskam.

Der Erlös des Konzertes unter dem Motto „Kreis Heinsberg zeigt Herz!“ ist zur Unterstützung von Kindern in Afrika und im Kreis Heinsberg bestimmt. In seiner Begrüßung ging der Präsident des Rotary-Clubs Heinsberg, Jakob Wöllenweber, auf die Idee dieser weltweit agierenden Vereinigung ein, nämlich „denen zur Seite zu stehen, die sich selbst nicht helfen können“. Er stellte kurz die Projekte vor, für die der Erlös des Abends bestimmt ist, und lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Vorbereitung auf dieses „besondere Konzert-­Erlebnis“, wie auf einem Transparent im Hintergrund der Bühne zu lesen war; er dankte den Sponsoren und allen Beteiligten für deren Einsatz. Und dieser Einsatz hatte sich gelohnt: Am Ende der Veranstaltung wurde verkündet, dass über 10 000 Euro als Reinerlös für die Projekte zur Verfügung stehen.

Ensembles keine Unbekannten

In der heimischen Musikszene sind die vier Ensembles keine Unbekannten mehr. In vielen Veranstaltungen haben sie sich Anerkennung und viel Sympathie erworben. Das Sextett Augenblick besteht aus sechs jungen Damen im Aller von 18 bis 21 Jahren (an diesem Abend allerdings ein Quintett, weil ein Mitglied in den USA studiert) und besticht mit seiner großen Ausdruckskraft und den individuellen Solostimmen. Der Name von Beets ‚n’ Berries (Rüben und Beeren) kommt daher, dass die Gründer der Gruppe in der Landwirtschaft zu Hause waren. Soul, Rock, Pop und Chansons werden beim Vortrag fast immer mit einer gehörigen Portion Humor gemischt. Bei RejoiSing mit den ­modernen Gospel-Interpretationen steht das „Praise the Lord“ im Vordergrund. Die 30 Sängerinnen und Sänger waren bei ihren Auftritten immer in rhythmischer Bewegung. Quod Libet aus Wegberg und Wassenberg begeisterte vor allem dadurch, dass die Musikerinnen und Musiker ganz nahe beim Originalklang der Instrumente blieben und nur das Nötigste durch die Technik ergänzen ließen. Beeindruckend die irische Musik mit bezaubernden Flöten- und Geige-Klängen.

Hervorragendes Zusammenspiel

Das Besondere an diesem Abend lag unter anderem darin, dass nicht nur die einzelnen Ensembles mit ihren Solisten und musikalischen Fähigkeiten zu bewundern waren, sondern vor allem das hervorragende Zusammenspiel der vier Gruppen, das an diesem Abend das Wort Langeweile erst gar nicht aufkommen ließ. Es schien so, als hätten die vier schon immer zusammen musiziert – und dabei wurde auch die Freude am eigenen Tun so lebendig, dass sie ihren Weg von der Bühne ins Publikum fand.

Erst nach mehreren Zugaben ließ das begeisterte Publikum ­Augenblick, Beets ‚n’ Berrries, ­RejoiSing und Quod Libet, die mit Standing Ovations gefeiert wurden, in der Hückelhovener Aula von der Bühne.

<i><b>In welche Projekte fließt der Reinerlös dieses Benefizkonzertes?</b>

Im Flüchtlingslager Dolo Ado in Äthiopien leben Tausende Flüchtlinge aus Somalia, die von dort durch Hunger und islamische Milizen vertrieben wurden. Besonders betroffen vom Elend sind die Kinder. Die meisten von ihnen stark unterernährt; jeden Tag sterben zehn von ihnen. Die Heinsberger Rotarier unterstützen Pater Frido Pflüger, ebenfalls Rotarier und Mitarbeiter im Flüchtlingsdienst der Jesuiten, der sich über die Notversorgung hinaus für die Ausbildung der Kinder engagiert. Denn die Lage im Osten Afrikas ist so unbestimmt, dass sie sich in naher Zukunft wohl kaum ändern wird. Und niemand weiß, ob und, wenn ja, wann die Flüchtlinge jemals in ihre Heimat zurückkehren können.

Das Projekt „Sprache verbindet – spielerisch Deutsch lernen“ verfolgt das Ziel, Migrantenkindern beim Erlernen der deutschen Sprache zu helfen und so einen Beitrag zur Integration zu leisten, der wiederum die spätere Eingliederung in das Berufsleben erleichtert. In Hückelhoven unterstützen die Stadtverwaltung, die Grundschule Hilfarth und das Gymnasium mit engagierten Lehrerinnen und Lehrern dieses Vorhaben. In der Oberstufe des Hückelhovener Gymnasiums werden Schülerinnen und Schüler geschult, um als „Sprachscouts“ die türkischen Kinder zu Hause zu besuchen und mit ihnen zu lesen, deutsch zu ­sprechen und zu spielen, um sie so an die deutsche Sprache heranzuführen.</i>

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