Kreis fördert weiter Museen

Von: disch
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Der Kulturausschuss des Kreises war auf Museumstour: Leo Beumers führte die Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter durch das Dorf- und Feuerwehrmuseum in Gangelt-Birgden. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Da der Pflege von Tradition und Brauchtum im Museumswesen ein hoher Stellenwert zukomme und eine ausgewogene Museumslandschaft - neben dem zentralen Heinsberger Museum - der Stärkung des Wirtschaftsbereichs Freizeit, Naherholung und Tourismus diene, hat sich die Kreisverwaltung dafür ausgesprochen, weiterhin die musealen Einrichtungen im Kreisgebiet zu fördern.

Einstimmig folgte der Ausschuss für Kultur, Partnerschaft und Tourismus unter Vorsitz von Erwin Dahlmanns (CDU) dem Vorschlag der Verwaltung und empfahl dem Kreisausschuss, für das Jahr 2011 Betriebskostenzuschüsse in einer Gesamthöhe von 8500 Euro zu bewilligen.

Der Ausschuss besichtigt in dieser Wahlperiode vor seinen Sitzungen die Museen im Kreis. Diesmal war er zu Gast im Dorf- und Feuerwehrmuseum in Birgden, im Kleinbahnmuseum Selfkantbahn in Schierwaldenrath und im Bauernmuseum Selfkant in Tüddern, das auch als Tagungsort diente.

Grundlage für die Berechnung der Zuschusshöhe ist die Museumskonzeption des Kreises. Sie ist nun - nach fünf Jahren - unter Federführung der Museumsleiterin des Kreises, Dr.Rita Müllejans-Dickmann, aktualisiert worden. Die musealen Einrichtungen wurden angeschrieben, mit der Bitte, einen Erhebungsbogen auszufüllen. Die private archäologische Sammlung Riediger (Übach-Palenberg) und das Heimatfenster (Erkelenz-Holzweiler) beteiligten sich nicht an der Befragung.

Das private Radiomuseum in Waldfeucht-Bocket erklärte schriftlich, an einer Aufnahme in die Museumskonzeption nicht interessiert zu sein. Alle anderen Museen wurden danach besucht. Bei der Bewertung spielten ein ausreichender Sammlungsbestand mit Konzept und fest umrissenem thematischem Schwerpunkt, eine gesicherte Organisations- und Trägerschaftsstruktur, eine fachliche Leitung, die Öffnungszeiten, Intensität und Qualität der museumsbezogenen Aktivitäten sowie Mindeststandards bei der Bestandserschließung und Dokumentation eine Rolle. All diese Kriterien flossen in ein gewichtetes Punkteschema ein, das für die Zuschusshöhe entscheidend ist.

Jeweils 1000 Euro sollen das Bauernmuseum Selfkant, das Flachsmuseum Wegberg-Beeck, das Historische Klassenzimmer Geilenkirchen-Immendorf, das Kleinbahnmuseum Selfkantbahn, das Korbmachermuseum Hilfarth, das Museum für Europäische Volkstrachten Wegberg-Beeck und das Rheinische Feuerwehrmuseum Erkelenz-Lövenich erhalten.

Jeweils 500 Euro sind vorgesehen für das Besucherbergwerk Sophia-Jacoba Schacht 3 Hückelhoven, für das Museum der Mineralien- und Bergbaufreunde Hückelhoven und für die Schrofmühle Wegberg-Rickelrath. Keinen Betriebskostenzuschuss erhalten das Dorf- und Feuerwehrmuseum Gangelt-Birgden, die Gerhard-Tholen-Stube Waldfeucht, das Heimatmuseum Randerath, das Heimatmuseum Wassenberg-Myhl, das Opel-Museum Hückelhoven sowie das vor der Fertigstellung stehende und folglich noch nicht bewertete Kulturelle Zentrum Haus Hohenbusch Erkelenz.
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