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Kreativmarkt: Bei der Lebenshilfe darf man mächtig stolz sein

Von: Dettmar Fischer
Letzte Aktualisierung:
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Die Mitarbeiter der Lebenshilfe durften stolz sein auf ihre Produkte. Fabian Gansweid (r.) verkaufte selber Hergestelltes am Stand der Holzwerkstatt. Foto: defi

Heinsberg. Ein kleines Jubiläum feierte der Kreativmarkt der Lebenshilfe Heinsberg mit ganz vielen Besuchern. Schwer zu schätzen wie viele es waren, die den Weg in den Betrieb 3 der Lebenshilfe an der Borsigstraße in Heinsberg fanden. Aber die Besucherzahl von über 3000 im letzten Jahr dürfte wohl locker erreicht worden sein.

Alle spielten mit, sogar das Wetter.„Das ist der Chef“, meinte eine Besucherin mit Blick auf Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe Heinsberg. Auch der „Chef“ war vollends zufrieden: „Für mich ist solch ein Tag ein Geschenk.“ Recht hat der Mann, denn wo sonst wird das große Wort „Inklusion“ so mit Leben gefüllt, wie beim „Weihnachtsmarkt“ der Lebenshilfe.

Menschen mit und ohne Behinderung begegnen sich dort so ungezwungen, wie das noch nicht überall der Fall ist. In den letzten Wochen hatten die Mitarbeiter der Lebenshilfe in den Werkstätten und Wohngruppen gezielt auf den Kreativmarkt hin gearbeitet und, da darf die Lebenshilfe schon mal die Brust stolz schwellen lassen, das Gros der angebotenen Produkte selber hergestellt.

Dennoch waren Elisabeth Poth und Petra Klein, zuständig für die Produktion von Marmeladen, Likören und feinen Essigen, schon am frühen Nachmittag fast arbeitslos. Ihre Mitarbeiter hatten fleißig eingekocht und ihre Sache so gut gemacht, dass der Stand ausverkauft war. Da konnte sich Elisabeth Poth wenigstens in Ruhe Currywurst-Pommes munden lassen.

Nicht viel anders sah es bei den „Holzwürmern“ aus. Die Holzstelen mit Stern gingen weg wie die warmen Semmeln. Die Mitarbeiter der Holzwerkstatt hatten aber ganz pfiffig vorgesorgt und verteilten fleißig Visitenkarten für die Nachbestellungen zur Adventszeit. Glaskunst, Schmuck, Dekoratives, Holzarbeiten, Glückwunschkarten, Mosaik und Keramik und dazu die Produkte der verschiedenen Arbeitsbereiche der Lebenshilfemitarbeiter wurden präsentiert. Die Kerzendochtendlosziehmaschine, eine Entwicklung der Werkstatt für behinderte Menschen, die täglich 11000 gewachste Dochte produziert, wurde viel bestaunt.

Auch Menschen mit einer sehr schweren Behinderung, die dank spezieller Hilfsmittel am Arbeitsprozess teilnehmen können, durften stolz sein, dass ihre Produkte bei den Besuchern des Kreativmarktes Anerkennung und Käufer fanden. Küchenchef Uwe Heider und seiner Crew gelang die Beköstigung der Gäste aufs Köstlichste. Unterm Strich passt ein Zitat vom „Chef“ Edgar Johnen: „Nee, wat is et schön hier!“

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