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KoKoBe besteht seit fünf Jahren

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Kreis Heinsberg. Die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen (KoKoBe) für Menschen mit geistiger Behinderung im Kreis Heinsberg und das gesamte KoKoBe-Beratungsnetz im Rheinland feiern ihr fünfjähriges Bestehen.

Am 1. Oktober 2004 hatten die ersten KoKoBe-Beratungsstellen ihre Arbeit aufgenommen, initiiert und finanziert durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR). Ziel war und ist die Förderung des selbstständigen Wohnens und der besseren gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Die zwei KoKoBe-Standorte in Heinsberg und Hückelhoven bieten, wie alle anderen Anlaufstellen im Rheinland, fachlich qualifizierte, kostenlose und unabhängige Beratung und Unterstützung zu Fragen rund um die Themen Wohnen, Arbeiten und Freizeit.

Dabei steht im Mittelpunkt, die Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung zu stärken und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

„In der Vergangenheit führte der Weg für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen meist automatisch ins Wohnheim, wenn sie nicht mehr bei den eigenen Eltern leben konnten. Um ihnen wie allen anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, wie, wo und mit wem sie leben und wohnen wollen, hat der LVR das selbstständige Wohnen mit ambulanter Betreuung ausgebaut”, erläutert die LVR-Sozialdezernentin Martina Hoffmann-Badache.

Als Unterstützung für ein solch selbstständiges Leben brauche es aber Anlaufstellen, die individuelle Beratung bieten, Tipps für die Freizeit geben und die verschiedenen Angebote in der Gemeinde koordinieren und vernetzen, so Hoffmann-Badache.

„Genau das leisten die KoKoBe mit Erfolg”, freut sich Hoffmann-Badache. Im Kreis Heinsberg lebten 2004 erst 195 Menschen mit Behinderung, die Wohnhilfen erhielten, in der eigenen Wohnung; Ende 2008 waren es mit 795 mehr als doppelt so viele.

Die KoKoBe habe entscheidend dazu beigetragen, dass an dieser Entwicklung zu mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität auch Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung teilhaben konnten. Unter ihnen hat sich die Zahl derer, die selbständig leben, im gleichen Zeitraum von 65 auf 185 vervierfacht.

Zum fünfjährigen Bestehen bieten die KoKoBe im Kreis Heinsberg einen neuen Service für Menschen mit Behinderung: den Veranstaltungskalender „Gemeinsam”.

Einmal im Quartal erscheint das Veranstaltungsheft mit Freizeit-Terminen und integrativen Angeboten; auch im Internet steht der Kalender zur Verfügung. Wie die Arbeit der KoKoBe, wird auch der Kalender vom LVR finanziert und fachlich begleitet.

Die Arbeit der KoKoBe vor Ort wird getragen von Zusammenschlüssen verschiedener Organisationen der Hilfen für Menschen mit Behinderungen. In Heinsberg haben sich die Gangelter Einrichtungen Maria Hilf und die Lebenshilfe Heinsberg zusammengeschlossen.
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