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„Klarer Durchblick” soll Hilfestellung bieten

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Kreis Heinsberg. „Klarer Durchblick” ist ein neues Gesprächsangebot des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg für jugendliche Komatrinker und deren Eltern.

Das exzessive Trinken von Alkohol ist bei Jugendlichen in Mode. Im Jahr 2008 wurden so viele Kinder und Jugendliche wie noch nie zuvor wegen Alkoholkonsums ins Krankenhaus gebracht. Das geht aus der aktuellen Krankenhausstatistik des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach wurden 25.700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zehn und 20 Jahren mit Alkoholrausch stationär behandelt; das sind elf Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Auch im Kreis Heinsberg ist der exzessive Alkoholkonsum bei Jugendlichen ein Thema. Alleine zum Höhepunkt der Karnevalszeit von Altweiberdonnerstag bis Aschermittwoch wurden im Jahr 2009 insgesamt 42 betrunkene Minderjährige unter 18 Jahren sanitäts- oder rettungsdienstlich versorgt; 36 von ihnen wurden vom Rettungsdienst zu Krankenhäusern transportiert.

Aus Sicht des Kreisgesundheitsamtes ist all dies Grund genug, um sich mit dieser Entwicklung auseinanderzusetzen. „Was sich verändert hat, ist vor allem das Trinkverhalten vieler Jugendlicher, die sich gezielt exzessiv betrinken, um locker zu sein und Spaß zu haben”, erläutert Ilona van Halbeek, Suchtprophylaxefachkraft des Kreisgesundheitsamtes. Alarmierend sei dabei vor allem die Tatsache, dass selbst Alkoholvergiftungen oder Klinikaufenthalte die Betroffenen kaum abschrecken würden.

Mit einem neuen Infoflyer und dem damit verbundenen Gesprächsangebot „Klarer Durchblick” möchte das Kreisgesundheitsamt - in Kooperation mit den Krankenhäusern im Kreis Heinsberg - gezielt die Jugendlichen erreichen, die aufgrund ihres massiven Alkoholkonsums in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Ziel ist es, sowohl den betroffenen Jugendlichen als auch den Eltern die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Geschehenen auseinanderzusetzen.

„Eltern sind in einer solchen Situation zunächst oft ratlos und fragen sich, wie es überhaupt dazu kommen konnte, oder müssen abwägen, ob der Alkoholkonsum der eigenen Kinder bereits ein ernstes Problem darstellt”, so van Halbeek. Das Anliegen sei es, die Betroffenen mit der Situation nicht alleine zu lassen und ihnen Hilfestellung anzubieten. Es sei wichtig, Klarheit in Bezug auf das Geschehene zu erlangen. Darüber hinaus sei die Reflexion der eigenen Haltung zum Alkoholkonsum für Eltern und Jugendliche gleichermaßen hilfreich, um Rückhalt und Orientierung zu finden.


Bei Fragen zum Thema „Alkoholkonsum von Jugendlichen” steht die Fachkraft für Suchtvorbeugung des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg, Ilona van Halbeek, unter 02452 135317 oder unter der E-Mail-Adresse Ilona.vanHalbeek@Kreis-Heinsberg.de zur Verfügung.
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