Kindergärten werden umgebaut, Asylbewerberheim abgerissen

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1991 wurde das Asylbewerberwohnheim an der Stapperstraße gebaut, doch seit 2007 steht es bereits leer. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Die Stadt Heinsberg stellt die baulichen Weichen für die künftige Betreuung der Kinder unter drei Jahren. Aufgrund des Gesetzes zur Förderung dieser Altersgruppe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege, müssen entsprechende Betreuungsplätze bereitgestellt werden.

Um eine durchschnittliche Versorgungsquote von 35 Prozent bis zum 1. August 2013 sicherzustellen, sind nun an diversen Kindertageseinrichtungen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen durch den Bauausschuss beschlossen worden - einstimmig.

Aus fördertechnischen Gründen sind die Arbeiten am Kindergarten Lieck bereits im Gange. Die Maßnahme wird 120.000 Euro kosten, doch der Zuwendungsbescheid des Landschaftsverbandes Rheinland über 117.000 Euro liegt bereits vor. Dies ist auch beim Kindergarten Buschheide der Fall. Hier werden 325.000 Euro verbaut, die mit 270.000 Euro gefördert werden. Im Hinblick auf die Kindergärten Magdeburger Straße, Oberbruch, Schafhausen, Aphoven/Laffeld und Karken wurden die Zuwendungsanträge ebenfalls gestellt.

Wird auf der einen Seite Neues gebaut, so kommt auf der anderen Seite der Abrissbagger. Dies wird beim ehemaligen Asylbewerberheim an der Stapperstraße geschehen. Das 1991 in Leichtbauweise errichtete Gebäude in Kirchhoven weise den weitaus schlechtesten baulichen Gesamtzustand aller Obdachlosen-, Übergangs- und Asylbewerberwohnheime der Stadt auf, heißt es dazu in der Verwaltungsvorlage.

Schon seit 2007 wird das Wohnheim aufgrund des Flächenangebotes in den übrigen Einrichtungen und des schlechten Zustandes nicht mehr genutzt. Auch im Hinblick auf die langfristige Asylbewerber- und Obdachlosenzahlenentwicklung bestehe für die Räume an der Stapperstraße kein Bedarf mehr, hieß es. „Eine Umnutzung des Gebäudes ist nur nach Durchführung umfassender Sanierungs- und Umbaumaßnahmen möglich, die als unwirtschaftlich zu bewerten sind.”

Dem schlossen sich auch die Mitglieder des Bauausschusses an und beschlossen den Abriss. Die Bodenplatte soll allerdings bestehen bleiben, um eventuell später einmal eine andere Nutzung zu erleichtern.
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